08.11.2019 - 18:05 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Erlebnisse auch auf Film gebannt

Evangelische Kirchengemeinden nehmen an deutsch-tschechischer Jugendbegegnung in Berlin teil.

Vor einem Rest der Berliner Mauer erlebten die Jugendlichen nicht nur ein bedrückendes Kapitel der deutschen Geschichte, sondern posierten auch für das obligatorische Gruppenfoto.
von Externer BeitragProfil

26 Jugendliche und junge Erwachsene aus den evangelischen Kirchengemeinden Tirschenreuth, Waldsassen und Weiden St. Michael sowie aus der tschechischen Partnergemeinde in Asch entdeckten gemeinsam Berlin und die deutsche Geschichte.

Nach einem Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte des Holocaust und mit dem eigenen emotionalen Zugang zu den Geschichten der Opfer. Tanja Fichtner, Projektreferentin für Gedenken und Versöhnung bei der Evangelischen Jugend in Weiden, stellte dabei auch Bezüge zu aktuellen Ereignissen her. „Für die Opfer des Holocaust sind wir nicht verantwortlich, für sie können wir leider nichts mehr tun. Aber wir können diejenigen schützen, die heute Zielscheibe von Hass und Diskriminierung werden.“

Der evangelische Pfarrer und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer war Inspirationsquelle für das deutsch-tschechische Jugendprojekt „Dinge, für die es sich lohnt …“.

Die Kapelle der Versöhnung als kirchlicher Erinnerungsort auf dem ehemaligen Mauerstreifen war die zweite Station an diesem Tag. Hier genossen die Teilnehmer nach dem aufwühlenden Vormittag die Ruhe in der Kapelle und im blühenden „Garten im Niemandsland“, den die Versöhnungsgemeinde angelegt hat, um dem Mauerstreifen wieder mit Leben zu erfüllen.

Mit I-Pads des Jugendmedienzentrums T1 in Tannenlohe drehten die Teilnehmer unter der Leitung von Gabriela Paetzolt einen Film. Im Mittelpunkt standen dabei die Gespräche und Erlebnisse in Berlin.

Das gemeinsam gedrehte Video wird in den nächsten Wochen in allen beteiligten Kirchengemeinden gezeigt. „Damit wollen wir den Spirit dieses deutsch-tschechischen Wochenendes auch mit den Daheimgebliebenen teilen“, erläutern die Veranstalter.

Die Führung am Mahnmal für die Opfer des Holocaust hinterließ bei den Jugendlichen starken Eindruck.

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