23.01.2020 - 15:03 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

FDP will in Tirschenreuth wieder in den Kreistag

Die Liberalen treten im Landkreis Tirschenreuth wieder zur Kreistagswahl an. Sie haben eine Liste mit 18 Bewerbern eingereicht und ein ehrgeiziges Ziel.

Werner Ott ist der Spitzenkandidat auf der Liste der FDP für den Kreistag im Landkreis Tirschenreuth.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Die FDP tritt wieder mit einer eigenen Liste zur Kreistagswahl an. 18 Namen stehen darauf. Spitzenkandidat ist der stellvertretende Kreisvorsitzende Werner Ott aus Neusorg. Er ist derzeit auch der einzige Kreisrat der Liberalen. Obwohl der amtierende Landrat Wolfgang Lippert von den Freien Wählern abtritt und die Karten neu gemischt werden, verzichtet die FDP diesmal auf einen Kandidaten für das kommunale Spitzenwahlamt im Landkreis. Zeitlich könne er aufgrund seiner vielfältigen Aufgaben und Ämter eine erneute Kandidatur einfach nicht schultern, erklärt Ott. Er war 2014 als Landratskandidat für die Liberalen im Kreis angetreten und hatte es auf einen Stimmenanteil von 1,8 Prozent gebracht. Der FDP mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. "Unser Ziel ist trotz der Verkleinerung des Kreistags auf 50 Mandatsträger eine Verdoppelung unserer Kreisräte", verkündet Ott im Telefonat mit Oberpfalz-Medien. Derzeit hat die FDP einen Sitz im noch 60-köpfigen Gremium.

Die Nominierungsversammlung der Liberalen fand schon vor etlichen Wochen im Hotel "Sonnental" in Neusorg statt. Vor einigen Tagen haben die Wahlbeauftragten den Vorschlag fristgerecht im Landratsamt abgegeben. Als Motto haben sich die Liberalen "FDP für TIR und KEM - mal anders wählen" ausgedacht. "Wir setzen uns ein für eine Politik des gesunden Menschenverstandes, ohne Hysterie und Ideologie", erklärt der Waldsassener Kreisvorsitzende Reinhard Heinrich, der auf dem zweiten Platz gelistet ist. Ungemein wichtig sind der FDP nach eigenen Angaben die Themen Bildung, Schulen, Gesundheit, Landwirtschaft und Wirtschaft. Viele Schulgebäude und Einrichtungen im Landkreis Tirschenreuth seien in einem schlechten Zustand, erklärt der Kreisverband in einer Pressemitteilung. Dies sei keine gute Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Dies gelte es zu verbessern. Die Wirtschaft im Landkreis stehe vor massiven Herausforderungen.

Die Unternehmer müssten Aufgaben wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und Betriebsübergaben meistern. Der Landkreis müsse hier unterstützend tätig werden. "Und das Gesundheitswesen in unserem Landkreis ist, vorsichtig ausgedrückt, ebenfalls verbesserungswürdig", findet die FDP. Sie befürchtet, dass die Stilllegung der akutstationären Abteilung im Krankenhaus Waldsassen nur der Anfang war. Diese Politik müsse geändert werden. "Ein 'Weiter so' ist für uns nicht akzeptabel", schreibt die FDP.

Die Kreistagsliste der FDP:

18 Bewerber nominiert

Werner Ott(63 Jahre alt, Maurermeister, Neusorg), Reinhard Heinrich(60, Elektroingenieur, Waldsassen), Christian Gleißner (43, Krankenpfleger, Hohenthan/Bärnau), Albert Pointinger(61, Arzt, Plößberg),Christine Horn(58, kaufmännische Angestellte, Ebnath), Bernhard Schild(57, Landwirt, Schwarzenbach/Bärnau), Josef Böhm(59, Bauunternehmer, Poxdorf/Bad Neualbenreuth),Claus Meyer(49, Techniker, Kemnath), Jürgen Thiel(52, Maler und Lackierermeister, Brand), Niko Schedl(23, Landwirt, Schwarzbach/Bärnau), Ronald Ott(40, Stuckateurmeister, Waldershof), Franziska Heinrich(26, Journalistin, Waldsassen), Hans-Dieter Stark(63, Maurermeister, Mitterteich/Pleußen), Eva Freifrau von Podewils(70, selbstständige Kauffrau, Erbendorf), Heribert Stehbach(62, selbstständiger KFZ-Mechaniker, Neusorg), Günther Zwick(82, Bauingenieur, Kulmain), Petra Ott(64, kaufmännische Angestellte, Neusorg), Sandra Ott(38, Kerammalerin, Waldershof). (wb)

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