16.04.2020 - 14:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

In den Fußstapfen des Vaters unterwegs

Markus Reger stammt aus einer Försterdynastie aus dem Steinwald. Er leitet seit April das Revier Tirschenreuth II (Gebhardtshöhe), das zum Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth (AELF) gehört.

Die Beratung von Privatwaldbesitzern ist eine der Kernaufgaben von Förster Markus Reger (rechts).
von Norbert Grüner Kontakt Profil

Markus Reger tritt die Nachfolge von Günther Mayr in dessen ehemaligem Revier Gebhardtshöhe an (wir berichteten). Es umfasst die Waldflächen innerhalb der Gemeinden Bärnau, Mähring und Plößberg. Als Zusatzaufgabe hat Reger die Kooperation mit der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Tirschenreuth, eine Selbsthilfeeinrichtung für private Waldbesitzer, inne. Eine neue und interessante Herausforderung stellt für ihn die Betreuung der Waldklimastation Flossenbürg dar.

Schwerpunkt Borkenkäfer

"Die Hauptaufgaben als Revierleiter werden für den Förster die gemeinwohlorientierte Beratung der Waldbesitzer, die Begleitung von Förderanträgen der Waldbesitzer, die Betriebsausführung im Kommunalwald zweier Gemeinden, aber auch hoheitliche Tätigkeiten, vor allem bei der Bekämpfung des Borkenkäfers, sein. Kurz gesagt: die Unterstützung der Waldbesitzer bei der Bewirtschaftung hin zu zukunftssicheren Wäldern", erklärt sein Chef, Dirk Lüder, Bereichsleiter Forsten beim AELF.

Markus Reger wurde 1976 geboren und wuchs in der ländlichen Gemeinde Pullenreuth im westlichen Landkreis Tirschenreuth auf. Als Jugendlicher brachte er sich im Ferienarbeitstrupp beim Naturpark Steinwald ein. Selbstverständlich war die Mitarbeit in der Gesellschaft Steinwaldia – ein Heimatverein, der sich rund um den Steinwald um Brauchtum, Natur, Kultur und Archäologie kümmert. Reger entstammt einer Familie mit mehreren Generationen von Förstern. Sein Vater Norbert Reger war Staatswald-Revierleiter im Steinwald.

Die Zeit des Forstwirtschaftsstudiums und des Vorbereitungsdienstes sei geprägt gewesen von großen Unsicherheiten in Bezug auf die Zukunft junger Forstleute, erklärt Markus Reger. "2005 gipfelte das in der Reform der Bayerischen Staatsforstverwaltung mit der Schaffung der bis heute gegebenen Strukturen." Damals wurde die Bewirtschaftung des Staatswaldes in eine Anstalt öffentlichen Rechts, die "Bayerischen Staatsforsten" (BaySF) überführt. "Die Betreuung des Privat- und Körperschaftwaldes und vieler weiterer hoheitlicher Aufgaben und Gemeinwohlaufgaben werden in der Bayerischen Forstverwaltung unter dem gemeinsamen Dach der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernommen", ergänzt Dirk Lüder.

Schlechte Aussichten

Markus Reger nutzte die Zeit der forstlichen Ausbildung wegen der damals schlechten Zukunftsaussichten zur Suche nach Alternativen zum klassischen Forstberuf. Unter anderem schlug er Holz im Wald, pflegte Jungbestände, pflanzte Bäume und fällte Problembäume in Gärten. In Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Tirschenreuth und der damaligen Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bot er Motorsägenkurse sowie Pflanz- und Pflegekurse an.

Zum Jahreswechsel 2005/2006 erreichte Reger dann die gute Nachricht, dass er nach der bestandenen Staatsprüfung zu den wenigen ersten Jungförstern gehöre, die in die reformierte neue Forstverwaltung übernommen werden. Er wurde dem AELF Cham zugewiesen, wo er das Forstrevier Neukirchen beim Heiligen Blut leitete. Als Sonderaufgabe fiel ihm die Beratung der Waldbauernvereinigung Hohenbogen Winkel zu. Mit diesen Aufgaben machte Reger vielseitige Erfahrungen. Schwerpunkte waren der Forstwegebau, umfangreiche Beratungstätigkeiten und die Wiederaufforstungen auf Flächen nach diversen Schadereignissen wie Stürmen, Borkenkäferinvasionen oder Schneebrüchen.

Interessante Sonderaufgaben

Als besonders interessant habe er die Durchführung einer Standorterkundung zur Ermittlung der in den Privatwäldern vorhandenen Bodenverhältnisse und einer groß angelegten Bodenschutzkalkung mittels Hubschrauber in den stark versauerten Waldbodenbereichen des oberen Bayerischen Waldes empfunden.

Nach fast zehn Jahren Tätigkeit in diesem Revier warteten zwei neue Aufgaben auf Markus Reger. Er wurde zum Qualitätsbeauftragten für das Förderwesen und zum Sachbearbeiter Natura 2000 ernannt. Damit dehnte sich seine Zuständigkeit auf den gesamten Landkreis Cham aus.

Die Sachbearbeitung der walddominierten Fauna-Flora-Habitat-Flächen (FFH) und der Vogelschutzgebiete gewährten ihm einen tiefen Einblick in Naturschutzbelange und die gedeihliche Zusammenarbeit mit Naturschutz-Fachbehörden und Naturschutzverbänden.

Markus Reger ist verheiratet, hat drei schulpflichtige Kinder und wohnt mit der Familie im Gemeindegebiet Plößberg. Dort betreibt seine Frau eine kleine Pferde- und Hühnerhaltung. Schwimmen, Radfahren und Klettern sind die Hobbys, welche die ganze Familie begeistern.

Direkter Kontakt:

Wer Fragen zu seinem Wald im Zuständigkeitsbereich des Forstreviers Tirschenreuth II hat, kann sich gerne direkt bei Markus Reger melden. Sein Büro befindet sich in Tirschenreuth im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an der St.-Peter-Straße 44, Zimmer 5 im Erdgeschoss des rechten Flügels. Telefonisch ist er unter 09631/7988-7154 zu erreichen. Ebenfalls erreichbar ist er unter der Mobilfunknummer 0160/7180477 oder unter der E-Mail-Adresse: markus.reger[at]aelf-ti.bayern[dot]de. (tr)

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