24.07.2020 - 09:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Gartenparadies im Schrebergarten

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Eigenes Gemüse anbauen oder die Freizeit in der Natur genießen - gerade in Corona-Zeiten sind Parzellen im Schrebergarten begehrt. Zu Besuch bei drei Pächtern in Tirschenreuth.

Seit 40 Jahren betreibt Gabi Härtl mit ihrer Mutter ihren 220 Quadratmeter großen Schrebergarten an der Mähringer Straße in Tirschenreuth.
von Konrad RosnerProfil

Einen wahren Boom erleben aktuell die Schrebergärten, die gerade jetzt in Corona-Zeiten heiß begehrt sind. Sie sind wahre Oasen – vor allem für jene, die zu Hause keinen Garten oder Balkon besitzen. Da ist der Schrebergarten ein ideales Kleinod, um Gemüse anzubauen, zu entspannen oder einfach in der Natur zu sein.

Siebeneinhalb Pfund Erdbeeren

Seit circa vierzig Jahren betreibt Gabi Härtl mit ihrer Mutter, der in der Region bekannten Heimatdichterin Ruth Würner, ihre rund 220 Quadratmeter große Parzelle im Schrebergarten an der Mähringer Straße in Tirschenreuth. Gerade während der aktuellen Corona-Zeit sei ihr der Schrebergarten Gold wert. Denn ihre Mutter gehöre altersbedingt zur Risikogruppe. Deshalb sei man sehr, sehr oft im eigenen Schrebergarten, um die Natur zu genießen. In ihrer Parzelle stehen verschiedene Obstbäume, zudem werden Kartoffeln - "der Stolz meiner Mama" - angebaut. Vor kurzem ernteten beide ihre Erdbeeren, immerhin siebeneinhalb Pfund. Demnächst wollen sie Himbeeren und Johannisbeeren pflücken. Auch Tomaten wachsen; zudem haben Mutter und Tochter einen kleinen Kräutergarten angelegt.

"Ich bin nahezu jeden Tag im Schrebergarten, da gibt es immer was zu tun."

Gabi Härtl

Die beiden Naturliebhaberinnen legten für die Bienen eine eigene Blumenwiese an. "Ich bin nahezu jeden Tag im Schrebergarten, da gibt es immer was zu tun", sagt Gabi Härtl.

Abschalten in der Weinlaube

2007 pachtete Christian Träger, der aus Altglashütte stammt, seinen rund 350 Quadratmeter großen Schrebergarten an der Mähringer Straße und möchte ihn seitdem nicht mehr missen. Jeden Morgen vor der Arbeit ist er in seiner Parzelle und gießt rund eine Stunde lang seine Pflanzen. Abends nach der Arbeit ist er wieder dort anzutreffen. "Es gibt eine Menge zu tun. Heuer haben wir unter anderem das Gewächshaus vergrößert." Darin baut er Tomaten, Gurken, Paprika und Chili an. Ein weiterer Stolz von ihm und seiner Frau Nadine ist das sechs Meter lange Hochbeet. Darin gedeihen die verschiedensten Gemüsesorten und Salate. Vieles haben sie in diesem Jahr schon geerntet.

Das Ehepaar genießt die Ruhe in der schmucken Weinlaube im Garten, besonders wenn an schönen lauen Sommertagen Verwandte zu Besuch sind. "Normalerweise fliegen wir jedes Jahr irgendwo hin in Urlaub, das fällt ja heuer flach. Umso schöner ist es, wenn man einen Schrebergarten hat", sagt der 35-Jährige,während auf dem Rost das Grillfleisch brutzelt. Träger hat sehr viel Freude daran, Salate und Gemüse heranwachsen zu sehen.

Spielplatz für den Sohn

Gerade wegen Corona suchte Doreen Schröder in diesem Jahr nach einen Schrebergarten. Die 35-Jährige wurde im April auf Anhieb fündig. "Da war natürlich etwas Glück dabei", sagt sie und lächelt verschmitzt. "Ich habe eine Wohnung ohne Balkon und Garten, da ist solch eine Parzelle optimal", freut sie sich.

Auf dem rund 300 Quadratmeter großen Areal hat sie mittlerweile einen Kinderspielplatz für ihren eineinhalbjährigen Sohn Moritz angelegt. Auch ihre beiden Hunde können sich so richtig austoben. In den Schrebergarten will sie im kommenden Jahr auf jeden Fall noch ein Hochbeet bauen, später auch noch ein Gartenhäuschen. Aktuell hat Schröder dort ein größeres Zelt aufgestellt, wo die kleine Familie schon auch mal übernachten könnte. Das Ambiente des Schrebergartens - der sich noch im Aufbau befindet - genießt sie gerne mit ihrer Freundin Melanie Kleinpeter, die mit ihrem Hund oft zu Besuch ist. Da darf dann auch mal ein Gläschen Wein nicht fehlen.

Auch in Sulzbach-Rosenberg gibt es viele Schrebergärten-Fans:

Sulzbach-Rosenberg
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