02.08.2019 - 14:25 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Gute Chancen für "Reserve"

Umgehungsstraße, Kreisverkehr und Verkehrsinseln: Dies waren die Themen beim Informationsgespräch der Stadt Tirschenreuth mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach und MdB Albert Rupprecht.

Beim Arbeitstreffen mit dabei waren (von links) Andrea Lang (wissenschaftliche Mitarbeiterin aus dem Büro Albert Rupprecht), Abteilungsleiter Gerhard Kederer, Stadtbaumeister Andreas Ockl, CSU-Ortsvorsitzender Huberth Rosner, MdB Albert Rupprecht, Bürgermeister Franz Stahl und Leitender Baudirektor Henner Wasmuth.
von Josef RosnerProfil

Dringend notwendig ist nach Ansicht von Bürgermeister Franz Stahl der Neubau einer Südost-Tangente vom Wondreber Kreuz bis zur Lodermühle. Ziel der rund 2,7 Kilometer langen Umgehung ist es, dass der Schwerlastverkehr von Mähring her kommend nicht mehr durch die Stadt fährt. Vor allem Holztransporter aus Tschechien seien viel und oft unterwegs, erfuhren Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Henner Wasmuth, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, bei einem Arbeitstreffen.

Geduldsprobe Umgehung

Derzeit laufe für die Umgehungsstraße die umwelttechnische Prüfung. "Die Umgehung ist für die weitere Entwicklung der Kreisstadt wichtig", sagte Stahl. Die Tirschenreuther Umfahrung ist im Ausbauplan für die Staatsstraßen aktuell mit der Dringlichkeitsstufe "1R" versehen, also als "Reserve", informierte Henner Wasmuth. Erst wenn die Maßnahmen der Dringlichkeitsstufe 1 abgearbeitet seien, rückten Reserve-Projekte nach. Heuer soll laut Wasmuth das Verkehrsgutachten fertiggestellt werden.

Bauamt soll Umgehung planen:

Tirschenreuth

Der Chef des Straßenbauamtes bat um Geduld: Zuerst das Verkehrsgutachten, dann eine saubere Finanzierung.

Albert Rupprecht, der sich zweimal im Jahr bei einer Rundfahrt gemeinsam mit dem Straßenbauamt über verschiedene Projekte informiert, meinte: "Das Projekt ist gut unterwegs, es sollte realisierbar sein." Er wusste zudem von der Unterstützung durch Staatssekretär Gerhard Eck: "Ich bin guter Dinge, was hier die weitere Entwicklung angeht." Wasmuth konnte sich vorstellen, dass bald mit der Entwurfsplanung begonnen wird. Weiter hoffte er darauf, dass das Neubauprojekt nicht durch Widerstände verzögert wird. Franz Stahl machte deutlich, dass die Finanzierung der Umgehung eine Sache des Freistaates Bayern ist. Der Bürgermeister versicherte, dass die Grundstücksbesitzer und Anlieger der neuen Umgehungsstraße bei allen Entscheidungen mitgenommen und informiert werden.

Weiteres Thema des Infogesprächs war der Parkplatz beim Landratsamt und am Fischhofpark. Stahl wusste, dass der Landkreis als Eigentümer eine halbe Million Euro im Haushalt für den Ausbau des Parkplatzes eingeplant hat. Noch heuer soll die Fläche asphaltiert werden. Im gleichen Zug soll eine Fußgängerquerung vom Parkplatz zum Landratsamt gebaut werden. "Eine sinnvolle Ergänzung", beurteilte Wasmuth. Die Querung soll über eine kleine Verkehrsinsel, die als Fahrbahnteiler gebaut wird, errichtet werden.

Tempolimit für B 15

Auch die B 15 stadtauswärts in Richtung Weiden bot Gesprächsstoff. Nach der Ortstafel Tirschenreuth darf dort Tempo 100 gefahren werden. Stahl forderte eine Reduzierung auf Tempo 80, oder zumindest, dass die Ortstafel stadtauswärts weiter südlich versetzt wird. "Dort wird viel zu schnell gefahren", monierte der Rathauschef. Und weil der Fahrbahnbelag einige Unebenheiten aufweist, komme der Lärm noch dazu. Baudirektor Gerhard Kederer brachte zunächst eine Verkehrsschau ins Gespräch, ehe abschließend entschieden wird. "Wir als Kreisstadt sind Mitglied im Kommunalen Zweckverband für Verkehrsüberwachung, die sollten dort öfters messen", sagte Stahl.

Hintergrund:

Vorschläge für Kreisverkehr

Der Kreisverkehr an der Bundesstraße 15 und der Mitterteicher Straße war ebenfalls Teil des Informationsgesprächs der Stadt mit Straßenbauamt und MdB Albert Rupprecht. „Mein Lieblingsthema“, sagte Bürgermeister Franz Stahl. Erneut bedauerte er, dass es nicht möglich war eine historische Hamm-Walze auf dem Kreisverkehr zu platzieren. Er zeigte Bilder aus anderen Gegenden Deutschlands, wo ähnlich schwere Gegenstände auf einem Kreisverkehr durchaus möglich sind. Nachdem eine Walze nicht möglich ist, soll der Kreisverkehr in der Mitterteicher Straße anders gestaltet werden. Verschiedene Vorschläge liegen bereits vor.

Soll noch heuer asphaltiert werden, der Parkplatz beim Landratsamt Tirschenreuth. Der Landkreis hat dazu eine halbe Million Euro im Haushalt mit eingeplant.
Ab dieser Treppe soll in der Mähringer Straße eine Fußgängerquerung vom Landratsamt zum Parkplatz neu gebaut werden. Erreicht werden soll dies mit einer kleinen Verkehrsinsel werden, die den Durchgangsverkehr bremsen soll.
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