26.07.2020 - 11:32 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Gute Kornerträge bei Winterweizen und Sommergerste

Bislang keine lange Hitzeperiode. Zudem fiel Regen. Das lässt hoffen. Das Landwirtschaftsamt wagt eine Prognose zur Ernte 2020 im Landkreis Tirschenreuth.

Das Grünland hat bei den bisher erfolgten Silageschnitten gute Erträge und qualitativ hochwertiges Futter geliefert. Nun rückt die Getreideernte ins Blickfeld.
von Externer BeitragProfil

Der sehr trockene und ungewöhnlich warme April ließ zu Beginn des Jahres 2020 bereits wieder Befürchtungen aufkommen, dass den Landwirten ein neues Trockenjahr bevorsteht. Seit Mai haben aber wiederkehrende Niederschläge dafür gesorgt, dass alle Bestände gut mit Wasser versorgt werden konnten, informiert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth.

Zudem waren richtig heiße Tage mit Temperaturen über 30 Grad in diesem Jahr noch die Seltenheit. Besonders die Wintergetreidearten wie Winterweizen oder Triticale profitieren davon und lassen heuer gute Kornerträge erwarten, schreibt das Landwirtschaftsamt in seiner Prognose. "Das gilt auch für die Sommerungen wie Sommergerste oder Hafer. Auch der Winterraps lässt trotz schwieriger Bedingungen im letzten Herbst und Winter nach den Frühjahrsniederschlägen noch gute Erträge erwarten."

Interessante Zahlen zur Entwicklung der Landwirtschaft liefert dieser Bericht:

Tirschenreuth

Für die Wintergerste kamen die Niederschläge leider oftmals zu spät und sie wurde vielerorts zusätzlich durch die kalten Temperaturen zu den "Eisheiligen" Anfang Mai in ihrer Blüte geschädigt, so das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth. Die Folge seien nur teilweise gefüllte oder fast leere Ähren zur Ernte. "Viele Landwirte haben bereits reagiert und solchermaßen geschädigte Bestände als Ganzpflanzensilage geerntet." An Standorten, an denen der Frost keine Schäden hinterlassen hat, dürfte eine durchschnittliche Wintergerstenernte bevorstehen.

Das Grünland ist dankbar für die wieder regelmäßigeren Niederschläge und hat bei den beiden bisher erfolgten Silageschnitten gute Erträge und qualitativ hochwertiges Futter geliefert. Die Heuwerbung werde durch das wechselhaftere Wetter in diesem Jahr jedoch wieder zu einer größeren Herausforderung, da hierfür mindestens drei Tage in Folge ohne Niederschlag benötigt würden. "Die Zeitfenster hierfür waren bis dato immer sehr knapp bemessen."

Verstärkter Drahtwurmbefall, Schäden durch Krähen und Schwarzwild – der Mais hatte in diesem Jahr vielerorts bereits kurz nach der Aussaat einen schweren Stand. Die Folge der Schäden waren lückige oder ungleichmäßige Bestände. Oftmals wurde versucht, durch eine Nachsaat die Schäden zu minimieren. Leider stellte sich nicht immer der gewünschte Erfolg ein, berichten die Fachleute vom Landwirtschaftsamt. Bestände, die ohne Beeinträchtigungen aufwachsen konnten, sehen im Moment vielversprechend aus und lassen – vorbehaltlich des Witterungsverlaufes im restlichen Sommer – eine gute Ernte im Herbst erwarten.

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