12.03.2020 - 18:23 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Sie haben die Wahl schon (fast) gewonnen

Zehn Kandidaten für das Bürgermeisteramt im Landkreis Tirschenreuth können dem Wahlsonntag ganz entspannt entgegen blicken. Denn ihr Wahlsieg ist ziemlich sicher. Ganz entschieden ist es aber noch nicht.

von Susanne Forster Kontakt Profil

In zehn der 26 Kommunen im Landkreis Tirschenreuth gibt es nur einen Bewerber um das Bürgermeisteramt. Darunter ist interessanterweise sowohl die größte Stadt im Landkreis, Tirschenreuth, als auch die kleinste Gemeinde, Falkenberg. Tirschenreuth: Franz Stahl

In Tirschenreuth ist Bürgermeister Franz Stahl (CSU) einziger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters. Seit 2002 steht er an der Spitze der Kreisstadt. Herausragendes Ereignis der Ära Stahl war die Landesgartenschau 2013, die als "Tirschenreuther Sommermärchen" in die Annalen einging und die Stadt nachhaltig verändert hat. Schon bei der Wahl 2014 war er einziger Bewerber um das Amt des Rathauschefs. Über 86 Prozent sprachen ihm damals das Vertrauen aus.

Bad Neualbenreuth: Klaus Meyer

In Bad Neualbenreuth ist Bürgermeister Klaus Meyer (CSU) ohne Mitbewerber. Der 54-Jährige ist seit der Kommunalwahl 2014 Chef der Gemeinde. Damals setzte er sich mit knapp 65 Prozent gegen Werner Hirschberger durch. Einen historischen Erfolg verbuchte Meyer mit der Verleihung des Bäderstatus’ an die Marktgemeinde. Den Bädertitel möchte der berufsmäßige Rathauschef nun mit Leben füllen.

Krummennaab: Marion Höcht

Krummennaab wird wohl erstmals in seiner Geschichte eine Bürgermeisterin bekommen. Marion Höcht (CSU) ist die einzige Kandidatin für das Bürgermeisteramt, das Uli Roth (SPD) nach zwei Wahlperioden auf eigenen Wunsch wieder freigibt. Höcht wird als ehrenamtliche Bürgermeisterin die Kommune führen. Hauptberuflich ist die 51-jährige Geschäftsführerin des Maschinenrings im Landkreis Tirschenreuth. Auf ihrer Agenda stehen etwa das Projekt Bürgerpark, das ihr Vorgänger initiiert hat.

Tirschenreuth: Franz Stahl

In Tirschenreuth ist Bürgermeister Franz Stahl (CSU) einziger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters. Seit 2002 steht der 59-Jährige an der Spitze der Kreisstadt. Herausragendes Ereignis der Ära Stahl war die Landesgartenschau 2013, die als „Tirschenreuther Sommermärchen“ in die Annalen einging und die Stadt nachhaltig verändert hat. Schon bei der Wahl 2014 war er der einzige Kandidat für das Amt des Rathauschefs. Über 86 Prozent sprachen ihm damals das Vertrauen aus.

Friedenfels: Oskar Schuster

Oskar Schuster (UFW) möchte in Friedenfels Bürgermeister werden. Das derzeitige Gemeindeoberhaupt Gottfried Härtl (CSU) tritt nicht mehr an. Schuster ist seit der letzten Kommunalwahl 2014 Zweiter Bürgermeister in der Gemeinde und seit Mai 2008 Mitglied des Gemeinderats. Beruflich ist der 65-Jährige Prokurist in Teilzeit und wird ehrenamtlich die Gemeinde leiten. Schuster ist aktives Mitglied im BRK Friedenfels und auchbetreibt mit seiner Frau Zita Schuster eine Ferienwohnung im Ortauch in weiteren Vereinen mit dabei.

Pullenreuth: Hubert Kraus

In Pullenreuth tritt Hubert Kraus (CSU), der amtierende Rathauschef, erneut an. Das berufsmäßig tätige Gemeindeoberhaupt realisierte bisher etwa den Neubau der Gemeindeverbindungsstraße Höll-Langentheilen, die energetische Sanierung de Turnhalle oder die Anschaffung von drei Feuerwehrfahrzeugen. In der Amtszeit von Kraus fällt auch die Dorferneuerung in Pullenreuth.

Mähring: Franz Schöner

In Mähring steht Franz Schöner als einziger Kandidat (CWU) zur Wahl. Er wird ehrenamtlich die Gemeinde leiten. Der 53-jährige Zollbeamte löst den dienstältesten Bürgermeister im Landkreis Josef Schmidkonz (UWG), der seit 1994 Erster Bürgermeister ist, ab. Schöner ist seit 2008 Mitglied des Marktrats. Dritter Bürgermeister ist er seit 2014. In Mähring ist er federführend für grenzüberschreitende Projekte zuständig und leitet das „Gelebte Museum“.

Brand: Bernd Schindler

In Brand möchte Bernd Schindler (CSU) den amtierenden Bürgermeister Ludwig König (CSU), der nicht mehr antritt, ablösen. Schindler arbeitet als Ver- und Entsorger im Bauhof der Kommune und betreibt eine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Der 46-Jährige ist Dritter Bürgermeister in Brand, seit 2002 gehört er dem Gemeinderat an. Das Amt des Bürgermeisters wird er ehrenamtlich machen. In der Gemeinde möchte er etwa den CO2-Fußabdruck verbessern.

Falkenberg: Matthias Grundler

Matthias Grundler (CSU) tritt in Falkenberg als einziger Kandidat an. Sein Vorgänger Herbert Bauer (CSU), der seit 1996 die Geschicke des Marktes lenkt, steht nicht mehr zur Wahl. Grundler sitzt seit 2008 im Marktrat, ist Vorsitzender des CSU Ortsverbandes und Burgbeauftragter des Marktes Falkenberg. Politisch engagiert ist der 30-Jährige auch im Kreisverband der JU Tirschenreuth als Vorsitzender.

Reuth: Werner Prucker

In Reuth möchte Werner Prucker (FW) eine weitere Amtszeit dranhängen. Von Mai 2002 bis Ende April 2014 war der 56-Jährige Zweiter Bürgermeister der Gemeinde, seit Mai 2014 sitzt er als ehrenamtlicher Erster Bürgermeister auf dem Chefsessel im Rathaus. Der pensionierte Fernmeldetechniker plant für Reuth etwa, im alten Bahnhofsgebäude ein Café zu errichten. In den Startlöchern steht auch die Revitalisierung einer Metzgerei in Premenreuth., wo auch ein Dorfladen untergebracht werden soll.

Kulmain: Günter Kopp

Günter Kopp (CSU) ist bereits seit zwölf Jahren als Bürgermeister in Kulmain im Amt und tritt nun erneut an. Der hauptamtliche Rathauschef bewirkte in seiner bisherigen Amtszeit im Gemeindegebiet Kulmain etwa die Erneuerung der Wasserversorgung. Auch der Bau der Ortsumgehung Kulmain-Süd oder jüngst die Umgestaltung des Daddy-Areals wurden in Kopps bisheriger Amtszeit realisiert.

Im Blickpunkt:

Stimmabgabe bei nur einem Kandidat

Gibt es in einer Gemeinde nur einen Kandidaten für die Wahl zum Ersten Bürgermeister, kann im Wahlgang auch handschriftlich ein Wunschkandidat eingetragen werden. Einzige Voraussetzung: Die Person muss wählbar sein. Laut der Bayerischen Staatskanzlei ist zum Ersten Bürgermeister jeder wählbar, der am Wahltag Deutscher im Sinn von Artikel 116, Absatz 1 des Grundgesetzes ist, das 18. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens drei Monaten im Wahlkreis eine Wohnung hat (die nicht der Hauptwohnsitz sein muss) oder sich im Wahlkreis gewöhnlich aufhält (ohne dort eine Wohnung zu haben). (sfo)

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