Mit "Räuchern in geheimnisvollen Rauhnächten" starteten die Kräuterführerinnen Johanna Zettl, Anja Stock, Susanne Lehner und Cornelia Stahl mit thematisierten Kräuterführungen. Ihre Motivation ist hoch. Die vier Tirschenreutherinnen wollen den Führungen eine besondere Würze verleihen. Ziel ist es, sich in jedem Monat einem anderen Thema zu widmen. Sechs Veranstaltungen später ziehen Zettl, Stahl, Lehner und Stock eine erfolgreiche Zwischenbilanz über die Resonanz auf ihr neues Konzept.
Keine Wiederholungen
Zwar waren laut den vier Frauen nicht alle Führungen, die unter dem Motto "Der Natur auf der Spur" angeboten werden, der Renner. Insgesamt aber sei das Interesse der Bevölkerung hoch. Unter den Teilnehmer finden sich überwiegend Frauen jeden Alters sowie auch einige Männer. Die Kräuterführerinnen freut's, wenn sie positives Feedback erhalten und auf die Führungen angesprochen werden. "Es liegt viel Arbeit und Herzblut in den Vorbereitungen. Wir machen uns richtig Mühe", sagt Johanna Zettl. Zwei- bis dreimal treffe man sich im Vorfeld, um die Details durchzusprechen. Man wolle den Leuten schließlich etwas bieten. Das beginne mit der Auswahl der besonderen Orte rund um die Kreisstadt und endet bei manchen Führungen mit einem gemeinsamen Essen oder einem kleinen, selbstgebastelten Andenken. Die Veranstaltungen "Ostereier natürlich färben" Ende März, "Wilde Kräuterküche rund um den Löwenzahn" im April und "Wesen und Heilkraft von Eschen und Erlen" im Mai seien am besten gelaufen, berichten die Macherinnen. Aber auch wenn ein Thema gut angekommen sei, werde es nicht mehr wiederholt.
Die Kräuterführerinnen wollen das Programm im Jahr 2020 komplett neu konzipieren. Die Frauen diskutieren auch Verbesserungen. Teilnehmer, die ohne Anmeldung kommen, können im kommenden Halbjahr nicht mehr berücksichtigt werden, bedauern die Veranstalterinnen. Nicht umsonst werde im Flyer um Anmeldung gebten, da die Vorbereitungen auf die gemeldete Teilnehmerzahl ausgerichtet seien.
"Schlechtes Wetter", beteuert das Quartett, "gibt es bei uns nicht." Die Führungen seien unabhängig vom Wetter. Sollte es regnen oder stürmen, sei im Vorfeld ein "Plan B" vorbereitet worden. Die Veranstaltung werde örtlich entsprechend umgestaltet und ins Trockene verlegt. Die vier Frauen freuen sich bei den nächsten sechs Führungen auf zahlreiche Teilnehmer und versprechen spannende Stunden mit heilsamen Kräutern, die direkt vor der Haustür zu finden sind. Hintergrund
Kein schlechtes Wetter
Die nächste Kräuterführung am 14. August um 18 Uhr hat das Thema "Tradition und Herkunft der Marienkräuter". Treffpunkt ist an der St.-Peter-Buchhandlung. Die zweistündige Führung mit Johanna Zettl und Susanne Lehner ist auch für Mütter mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrer geeignet. Am 20. September geht es weiter mit "Heckenfrüchte kennen und schätzen lernen - Weißdorn und Schwarzdorn" um 17 Uhr an der Kapelle Kleinklenau. Am 18. Oktober um 16 Uhr folgt die Führung "Mit kraftvollen Kräutern der Grippe trotzen" (Treffpunkt Haupteingang Amtsgericht). "Mein Freund, der Erdäpfelwickel" ist das Thema am 6. November um 15 Uhr im MQ (Treffpunkt Museumsquartier Pädagogikraum). "Pflegende Creme - natürlich und selbst gemacht" findet am 12. Dezember um 19 Uhr am OWV-Heim statt. Anmeldungen bei der Tourist-Info, Telefon 0 96 31 / 60 02 48, bis drei Tage vor der Veranstaltung.















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