11.06.2019 - 15:47 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Hilfestellung durch Elterncafé

2016 ins Leben gerufen hat die Institution "Leben Plus" nach der Verleihung eines Innovationspreises der Staatsregierung jede Menge neue Pläne, unter anderem wird an ein Elterncafé gedacht.

Bürgermeister Franz Stahl, Quartiersmanagerin Cornelia Stahl und BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl (von links) bedankten sich öffentlich bei allen, die zum Innovationspreis für "Leben Plus" beigetragen hätten und stellten die neuen Pläne der Institution vor.
von Ulla Britta BaumerProfil

Die Idee zur Initiative "Leben Plus" entstand aus der Tatsache heraus, dass der demographische Wandel jede Menge Erfordernisse an die vorherige Generation stellt. 2014 haben sich in der Kreisstadt das BRK und die Stadtverwaltung deshalb Gedanken darüber gemacht, wie dem zu begegnen sei. 2016 entstand daraus die Institution mit Namen "Leben Plus".

Cornelia Stahl wurde Quartiersmanagerin. Mit ihr habe man eine Fachfrau gewonnen, die als Mitarbeiterin beim BRK von der Basis ab die Bedürfnisse der Senioren kenn, bescheinigt Bürgermeister Franz Stahl bei einer Pressekonferenz, in deren Rahmen er stolz auf den Innovationspreis des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales für "Leben Plus" hinwies.

Unbefristete Fortführung

Cornelia Stahl ging den Schritten nach, die letztendlich zur Verleihung dieser Auszeichnung im landesweiten Wettbewerb "Zu Hause daheim" am 24. Mai in Nürnberg geführt hätten. Als einen wichtigen Beitrag zum weiteren Bestehen von "Leben Plus" nach Ende der Fördermittel aus dem Integrierten Stadtenwicklungskonzept nannte Stahl den Beschluss des Stadtrats. Dieser habe 2018 einstimmig beschlossen, "Leben Plus" weiter zu erhalten. "Mit unbefristeter Weiterführung", so Stahl. Er dankte auch Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz, die das Projekt tatkräftig unterstützen. Regina Harrer sei maßgeblich verantwortlich, dass die bisher vom Ministerium mitfinanzierten Kosten in Höhe von 30 000 Euro jährlich nun von der Städtebauförderung teils übernommen würden, erklärte Stahl.

Der Preis ist überreicht, der Stolz darf bleiben: Jetzt gibt es neue Pläne für "Leben Plus". Im Jahr 2018, resümiert Cornelia Stahl, seien 460 Vermittlungen durchgeführt worden, 22 Ehrenamtliche würden "Leben Plus" unterstützen und sie habe 44 Netzwerkpartner. Als Beispiele der geleisteten Hilfe nannte sie Fahrten zum Mittagessen ins Seniorenheim ebenso wie Zahnarzt-Notfallbesuche daheim bei Senioren ohne Mobilität.

Umzug ins Haus Elisabeth

Neu ist auch, dass "Leben Plus" im Frühjahr 2020 ins "Haus Elisabeth" umzieht. Und es werde über personelle Verstärkung nachgedacht. Der "Workshop Mobilfunk" für Senioren, durchgeführt von Jugendlichen, soll aufgrund seines Erfolgs wiederholt werden. "Außerdem wollen wir unsere Ehrenamtlichen mit Schulungen stärken", sagte Cornelia Stahl.

Preisgekröntes Engagement

Als eine Planung in eine neue Richtung wurde ein Elterncafé genannt. "Es gibt immer mehr Alleinerziehende", nannte Holger Schedl nur einen Grund zur Hilfestellung für die jüngere Generation. Cornelia Stahl betonte, man wolle niemandem Konkurrenz machen, der Einsatz sei immer einem Notfall unterworfen oder der Tatsache, dass es keine andere Hilfe gebe. Jederzeit könnten sich auch Angehörige melden, sollte es akute Engpässe bei Erledigung einer Arbeit und der gleichzeitigen Betreuung einer Person ergeben. Warum "Leben Plus" einen hohen Stellenwert im Stadtgefüge habe, erklärte Franz Stahl mit dem sozialen Auftrag, die Würde des älteren Menschen in jeder Form zu wahren. Auf die Frage nach zu wenig Heimplätzen in der Zukunft räumte er ein, dass man dem anwachsenden, demografischen Wandel durch kommende, geburtenstarke Jahrgänge begegnen müsse. Zur Plastik und zur Urkunde sowie dem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro gesellten sich am Ende der Pressekonferenz ein Blumenstrauß für Quartiersmanagerin Cornelia Stahl und ihr preisgekröntes Engagement "Leben Plus".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.