26.07.2021 - 18:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kewog stolz auf neue Firmenzentrale

In Rekordzeit von nur neun Monaten entstand das neue Domizil der Kommunalen Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog) in Tirschenreuth. Am Montag war die Einweihung der Kewog-Zentrale an der Falkenberger Straße.

von Armin Eger Kontakt Profil

Ein Auf und Ab hat die Kommunale Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog) Tirschenreuth in den vergangenen Jahren erlebt. Seit einiger Zeit läuft es aber richtig gut. Die Krönung erfolgte am Montag mit der Einweihung des neuen Firmensitzes in Tirschenreuth in der Falkenberger Straße. 2,7 Millionen Euro waren für den Bau veranschlagt.

"Der Tag ist ein Wahnsinn für mich", sagte Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching vor zahlreichen geladenen Gästen. Büsching erinnerte an 2002, als die Kewog fast pleite war. Es seien neue Geschäftsmodelle erarbeitet worden mit Mitarbeitern, die teilweise "immer noch bei uns sind, und das neue Gebäude genießen können".

Start einer Wohnraumoffensive

Ein Dank des Geschäftsführers galt der Stadt Tirschenreuth, die unproblematisch ein Grundstück zur Verfügung gestellt habe. "Nur neun Monate Bauzeit? Viele haben sich gefragt, wie geht das", sagte Büsching. Die Fertigbaufirma Regnauer aus Seebruck am Chiemsee hatte alles in die Hand genommen und versucht, viele regionale Firmen einzubinden. Nach dem Spatenstich im März 2020 war bereits im Dezember die Kewog in das neue Gebäude in der Falkenberger Straße eingezogen.

"Es läuft gut", meinte der Geschäftsführer, der Einblick in die Zukunft gab. "Wir starten eine Wohnraumoffensive und wollen uns wieder mehr in der Region engagieren. Wir brauchen Wohnraum und wollen die Bürgermeister und die Kommunen unterstützen."

Es sei ein Auf und Ab gewesen, aber man sei stolz, was die Kewog in 20 Jahren geschaffen habe, sagte Landrat und Kewog-Aufsichtsratsvorsitzender Roland Grillmeier. Das Unternehmen sei in dem neuen Gebäude auf die Zukunft ausgerichtet.

Wichtiger Partner für die Stadt

Als einen wirtschaftlichen Baustein in der Region mit einer erfolgreichen Geschichte bezeichnete Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl die Kewog. Die Folge seien mehr Mitarbeiter, die aber auch mehr Platz bräuchten. Wichtig sei zudem eine gute Außendarstellung. Der Platz für den Neubau mit dem Polizeigebäude und dem Amt für Ländliche Entwicklung in der Nähe sei dafür ein guter Standort. Auch für die Zukunft, wie zum Beispiel bei der Erschließung eines neuen großen Baugebietes, sei die Kewog ein wichtiger Partner für die Stadt. Die Nachhaltigkeit der neuen Kewog-Zentrale, bei der 123 Kubikmeter Holz verbaut wurden, unter strich der Chef der Baufirma Regenauer.

Bei der kirchlichen Segnung erinnerte der katholische Stadtpfarrer Georg Flierl an die Gründung der Kewog im Jahr 1949 als kaum Wohnraum zur Verfügung stand. Seine evangelische Kollegin Stefanie Schön hob den Stellenwert des kommunalen Wohnungsbaus hervor. "Es ist wichtig, dass es Wohnraum für alle gibt und das weitergetragen wird und gut funktioniert."

Künstler beschreibt Skulptur

"Dynamik" so nennt Künstler Erwin Otte aus Reuth bei Erbendorf seine Skulptur vor der Kewog-Zentrale. Büsching und Grillmeier enthüllten das letzte Detail, die "stilisierte Hausform" mit Durchblick. Die Basis bilde das "W" im Schriftzug Kewog, erklärte Otte. "Augenfällig wächst die Skulptur kraftvoll als Stahlkonstruktion mit dynamischer Anordnung ansteigend aus dem angelegten Grünbereich. So wird deutlich auf die Verbundenheit mit der Region hingewiesen", so Otte. Oben gebe die Skulptur die Sicht frei auf eine stilisierte Hausform mit Durchblick und weise zugleich als Raum für neue Ideen durch Echtvergoldung auf höchste Vollendung hin.

Kurze Zeitspanne von Spatenstich bis Einzug

Tirschenreuth

„Wir wollen uns wieder mehr in der Region engagieren.“

Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching

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