12.03.2020 - 17:01 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kewog-Neubau startet nach Ostern

Auf Regionalität, Nachhaltigkeit und eine ökologische Holzbauweise setzt die Kewog beim Bau ihres neuen Unternehmenssitz. Nach drei Jahren Planung fand der Spatenstich statt. Die Einweihung ist für das Jahresende vorgesehen.

Nach drei Jahren Planung erfolgt der Spatenstich für das neue Kewog-Gebäude auf dem ehemaligen SMCS-Gelände. Im Bild: Hans-Jörg Schön (Sparkasse), Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn, Landrat und Kewog-Aufsichtsratvorsitzender Wolfgang Lippert, Bürgermeister Franz Stahl, Aufsichtsratmitglied Toni Dutz, Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching, Projektleiter Herwig Kampe und Projektleiter Stefan Meyer von der Regnauer Fertigbau GmbH (von links).
von Lena Schulze Kontakt Profil

Der Baustart für das Millionenprojekt der Kommunalen Entwicklungs- und Wohnungsbaugesellschaft (Kewog) Tirschenreuth ist in wenigen Wochen nach Ostern, informierte Projektleiter Stefan Meyer von der Regnauer Fertigbau GmbH beim Spatenstich. "Wir haben das Ziel, dieses Jahr fertig zu werden."

Insgesamt drei Jahre plante die Kewog den Neubau. Im Sommer 2018 kaufte das Unternehmen das Grundstück auf dem Gelände der ehemaligen Porzellanfabrik SMCS in der Falkenberger Straße von der Stadt Tirschenreuth, danach ging es an die Planungen für das zweigeschossige ökologische Bürogebäude in Holzbauweise.

Fertigbaufirma überzeugt

Eine handvoll Angebote holte das Unternehmen ein. Schnell waren die Oberpfälzer vom Konzept der Fertigbaufirma Regnauer aus Seebruck am Chiemsee überzeugt. "Wir setzten uns mit dem Gebäudenutzer zusammen und erarbeiten gemeinsam ein Raumkonzept, das genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist", erläutert Bauleiter Stefan Meyer. Den Kewog-Projektplanern Herwig Kamp und Anja Prauschke war es wichtig, im Vorfeld die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen und ihre Wünsche zu hören, so dass alle Mitarbeiter ein Mitspracherecht hatten.

Büros nach Osten und Westen

Beim Neubau setzt die Kewog auf Regionalität, Nachhaltigkeit, eine ökologische Holzbauweise. Neben 30 Arbeitsplätzen und zwei Beratungsräumen gibt es auf einer Geschossfläche von über 1000 Quadratmetern ebenfalls eine Cafeteria für die Mitarbeiter. Die Büros sind alle entweder nach Osten oder Westen ausgerichtet, erklärt Projektleiter Kamp eine Besonderheit. Geschäftsführer Bernd Büsching hat von seinem neuen Büro aus dann sogar Zugang zum Balkon. Außerdem bekommt er eine Dusche. Denn der leidenschaftliche Fahrradfahrer radelt von seinem Heimatort Krummennaab gerne nach Tirschenreuth in die Arbeit.

Im neuen Unternehmenssitz soll in Bildern an die ehemalige Porzellanfabrik erinnert werden, erklärte Geschäftsführer Bernd Büsching.

Bereits vor Monaten genehmigte die Stadt den Bauantrag:

Tirschenreuth

Kurze Bauzeit

Das Fundament besteht aus Glasschaumschotter, einem hochökologischen mineralischen Dämmstoff. Das Fundament wird von der Firma Glapor aus Mitterteich realisiert. Die Außenanlagen mit Terrassen, Hof und Carport sowie 50 Stellplätzen und rund 20 Bäumen plant Landschaftsarchitekt Albrecht Strohn. Zudem soll es zwei Ladestationen für Elektroautos geben. Auf dem Dach sind Photovoltaik-Anlagen zur Eigenstromversorgung geplant. Weil viele Teile vorgefertigt werden können und die Kewog mit der oberbayerischen Fertigbaufirma alles aus einer Hand bekommt, ist eine kurze Bauzeit möglich. Bereits zum Jahresende will Regnauer das Bürogebäude schlüsselfertig übergeben. Für die Büroausstattung engagierte die Kewog die Innenarchitekten von "Designfunktion". Insgesamt kostet der Neubau 2,7 Millionen Euro. Die Entstehung des neuen Bürogebäudes will die Kewog mit einer Baustellenkamera filmen.

"Die Mitarbeiter freuen sich wirklich auf das neue Gebäude", sagte Landrat und Kewog-Aufsichtsratvorsitzender Wolfgang Lippert beim Spatenstich. "Der Neubau ist absolut zukunftsorientiert." Auch der Aufsichtsrat freue sich auf einen neuen Besprechungsraum, in den man nicht mehr "aufeinander hockt".

"Als Unternehmen müssen wir den Ansporn haben, ein eigenes Bürogebäude zu haben", sagte Geschäftsführer Bernd Büsching. Eine weitere Mietsituation sei nach 13 Jahren am aktuellen Standort keine Option. Auch wenn der Kewog eine Fördersumme von 500 000 Euro nicht gewährt wurde und der Neubau deshalb kurzzeitig auf der Kippe stand. "Letzten Endes kommen wir um einen Neubau nicht herum", sagte Büsching.

Bürgermeister Franz Stahl erläuterte abschließend, dass die Stadt Tirschenreuth für die Revitalisierung des SMCS-Geländes samt Eingrünung und der Neuanlage von Fahrradstellplätzen 521 000 Euro investierte.

Das Wegbrechen der Wirtschaftsförderung sorgte für Verzögerungen:

Tirschenreuth
So soll der neue Unternehmensitz der Kewog aussehen. Bereits Ende des Jahres 2020 soll das Bürogebäude bezugsfertig sein.
Nach drei Jahren Planung erfolgt der Spatenstich für das neue Kewog-Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Prozellanfabrik SMCS.
Stefan Meyer (Dritter von rechts) von der Regnauer Fertigbau GmbH überreichte zum Spatenstich einen Gruß seiner Frima. Für die Tirschenreuther gab es Holzschneidebretter und Hochprozentiges vom Chiemsee.
Kewog-Projektleiter Herwig Kamp (Zweiter von rechts) erläuterte Details zum Bau.
Die Ehrengäste wünschten Kewog-Geschäftsführer Bernd Büsching (links) einen problemlosen Bauverlauf und stießen auf den Spatenstich an.
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