11.08.2020 - 12:24 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kopfschütteln über "traurigen SPD-Artikel"

Der CSU-Kreisvorstand Tirschenreuth traf sich zu seiner ersten virtuellen Sitzung zusammen mit vielen Ortsvorsitzenden. Dabei gab es neben der Analyse der Kommunalwahlen auch einen Seitenhieb auf die Kreis-SPD.

Über 30 Teilnehmer waren bei der ersten virtuellen CSU-Kreisvorstandssitzung dabei. Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Tobias Reiß (oben, Zweiter von links) zeigte sich erfreut, wie offen die Ortsvorsitzenden sich gegenüber diesem Thema zeigten.
von Externer BeitragProfil

Bei der CSU-Kreisvorstandssitzung blickte Kreisvorsitzender Tobias Reiß auf die Kommunalwahl zurück, bei der die Partei laut Pressemitteilung einen "großartigen Erfolg" in den Kommunen und auf Landkreisebene eingefahren habe. „Die Landratswahl im ersten Durchgang zu gewinnen, war ein klarer Auftrag der Wählerinnen und Wähler an Roland Grillmeier und die CSU, die gestalterische Verantwortung für unseren Landkreis zu übernehmen“, zeigte sich Reiß selbstbewusst. Es gelte, die dynamische Aufwärtsentwicklung zu erhalten und mit einer weiteren „Aufbruchstimmung“ für die Heimat viele Themen anzupacken.

„Roland Grillmeier bringt die nötige langjährige Erfahrung und gleichzeitig den nötigen Schwung mit, auch dicke Bretter zu bohren“, lobte der neue CSU-Fraktionssprecher Bernd Sommer den neuen Landrat für das Geleistete in den ersten 100 Tagen. "Einige Themen sind in den letzten Jahren nicht gelöst worden und drängen jetzt um so mehr", mahnte der Waldsassener Bürgermeister aber auch mit Blick auf die Zukunft der Kliniken Nordoberpfalz AG.

Kliniken: „Top-Priorität“

Das Thema Kliniken habe für ihn absolute „Top-Priorität“, betonte Grillmeier. Es sei in vielen vertrauensvollen Gesprächen gelungen, gemeinsam mit dem Weidener SPD-Oberbürgermeister Jens Meyer und dem Neustädter CSU-Landrat Andreas Meier ein vertrauensvolles Miteinander auf die Beine zu stellen.

Die Fülle an Herausforderungen ist sicherlich groß und damit Schritt zu halten, ist anscheinend nicht jedermanns Sache.

CSU-Fraktionssprecher Bernd Sommer

Nur Kopfschütteln hatte hingegen der CSU-Fraktionssprecher über den "traurigen SPD-Artikel" der letzten Tage übrig. SPD-Fraktionssprecher Uli Roth hatte in einem NT-Artikel die seiner Meinung nach zu späten und fehlenden Informationen der Fraktionen durch den Landrat kritisiert. Dem entgegnete Sommer, dass es seit Amtsübernahme bereits vier Kreistagssitzungen, mehrere Kreisausschuss- und Fachausschusssitzungen gegeben habe – so viele, wie in manchen Jahren zuvor nicht. Auch die Zahl der Themen, die nicht zuletzt bei zwei Fraktionsvorsitzenden-Besprechungen diskutiert wurden, sei groß. "Die Fülle an Herausforderungen ist sicherlich groß und damit Schritt zu halten, ist anscheinend nicht jedermanns Sache", so der Waldsassener Bürgermeister.

Auf diesen Artikel bezog sich die CSU-Kritik

Fuchsmühl

Europaabgeordneter Christian Doleschal berichtete von seiner Arbeit im Europaparlament. Er ging auf das 750 Milliarden Euro schwere Hilfspaket ein, bei dem rund 50 Milliarden Euro für die Grenzregionen vorgesehen sind. Gerade bei Themen im Bildungswesen (OTH) oder auch bei Kooperationen mit Tschechien würden sich Möglichkeiten auch für unsere Region ergeben, so der JU-Landesvorsitzende.

Neuer Digitalbeauftragter

Tobias Reiß zeigte sich sehr zufrieden mit dem Interesse am neuen Sitzungsformat. Um die Digitalisierung voranzutreiben, dankte er Sebastian Koch aus Waldsassen, der ab sofort als neuer "Digitalbeauftragten“ fungiert. Er wird den Ortsverbänden und Arbeitsgemeinschaften aufgrund der Corona-Umstände die neuen medialen Angebote näherbringen. Auch der JU-Kreisvorsitzende und Bürgermeister von Falkenberg Matthias Grundler unterstrich, dass in Zeiten, in denen man sich nicht persönlich treffen könne, die Offenheit für die Anregungen der Bürger auch in den sozialen Netzwerken eine große Rolle spiele.

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