22.04.2021 - 18:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreis Tirschenreuth: Gesundheitsamt rät zur Vorsicht

Bisher schafft es der Landkreis Tirschenreuth, trotz einzelner Lockerungen die 7-Tage-Inzidenz unter 100 zu halten. Ein Überblick über Coronzahlen auf Gemeindeebene, Verteilung auf die Altersgruppen und Testzahlen.

Das Landratsamt Tirschenreuth veröffentlicht wöchentlich aufsummierte Zahlen der Corona-Infektionen pro Gemeinde. Nicht in dieser Grafik angezeigt wird ein tschechischer Fall, der noch zu Beginn der Krise bei den Gesamtzahlen erfasst wurde.
von Martin Maier Kontakt Profil

Seit über einer Woche liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tirschenreuth unter 100. Das Robert-Koch-Institut gab am Donnerstag den Wert mit 75 an. Aber das Gesundheitsamt tritt weiterhin auf die Euphoriebremse: „Die Corona-Lage in unserem Landkreis ist aufgrund der überwiegend auftretenden britischen Virusvariante weiterhin ernst.“ Die Mutationsquote lag in der letzten Kalenderwoche bei 92 Prozent.

Positiv wertet die Behörde, dass es auch trotz Lockerungsmaßnahmen und Öffnung der Schulen in dieser Woche bisher zu keinem größeren Inzidenz-Anstieg gekommen ist. „Die weitere Entwicklung bleibt aber abzuwarten und zu beobachten. Die Lage kann sich sehr schnell wieder ändern bzw. verschlechtern, deshalb sind weiterhin Vorsicht, Disziplin und Durchhaltevermögen geboten.“

Zwei positive Schüler

Am Donnerstag gab es sieben Corona-Neuinfizierte. Damit wird der Inzidenzwert am Freitag weiter unter 100 liegen. Dies würde für die Schulen und Kindergärten bedeuten, dass sie auch die komplette nächste Woche entsprechend den Regeln in dieser Woche öffnen können.

In den Schulen gilt Testpflicht. Dies betrifft rund 7500 Schüler und etwa 1000 Lehrer/Schulpersonal. Diese werden mindestens zweimal wöchentlich getestet. Bisher wurde ein Schüler mit einem Schnelltest positiv getestet, der PCR-Test steht noch aus. Ein weiterer Schüler wurde mit einem PCR-Test positiv getestet, erklärt Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl auf Nachfrage.

Ein Corona-Hotspot ist im Landkreis laut Fenzl momentan nicht auszumachen. In den vergangenen sieben Tagen gab es in 18 von 26 Gemeinden Corona-Fälle. Insgesamt wurden in dieser Zeit 53 Neuinfizierte registriert. Die meisten Fälle waren in Tirschenreuth (9), Waldershof (6) und Waldsassen (5). Mit Blick auf die Einwohnerzahl war Pullenreuth (4) diesmal am stärksten betroffen.

Über 120.000 Tests

Die Testzahlen im Landkreis seien „weiter gleichbleibend hoch". 2021 wurden an den Testzentren/Teststationen bisher über 120.000 Tests durchgeführt. Dazu kommen noch Tests in den Arztpraxen, Krankenhäusern, Firmen und Schulen. Hierüber liegen dem Landratsamt keine Zahlen vor.

Im April erfolgten bisher 22.279 Tests an den Testzentren/Teststationen. Die neben den Testzentren Tirschenreuth und Waldsassen regulären Stationen in Kemnath und Erbendorf würden mit 100 bis 200 Tests pro Tag gut angenommen. Eine Testpflicht besteht weiterhin für die tschechischen Grenzpendler: Von 2922 Schnelltest in den vergangen sieben Tagen waren 2 positiv.

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Tirschenreuth
Hintergrund:

Neuinfizierte nach Altersgruppen

Das Gesundheitsamt hat auf NT-Nachfrage die Corona-Fälle nach Altersgruppen der vergangenen zwei Wochen (8. bis 22. April) veröffentlicht:

  • 0 bis 9 (Altersgruppe): 5 (Fälle)
  • 10 bis 19: 10
  • 20 bis 29: 12
  • 30 bis 39: 11
  • 40 bis 49: 12
  • 50 bis 59: 32
  • 60 bis 69: 18
  • 70 bis 79: 7
  • 80 bis 89: 8
  • 90 bis 99: 1
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