15.06.2021 - 14:58 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreisausschuss Tirschenreuth stärkt Wirtschaft den Rücken

Es steht auf einem einzigen Blatt Papier, soll aber mehr als ein Lippenbekenntnis sein. Mit einer symbolträchtigen Resolution greift der Kreisausschuss in die Debatte um Industrieansiedlungen ein.

Eine der imposanten Cube-Hallen in Waldershof. Nun ist ein Hochregallager geplant, dessen ursprüngliche Höhe von 50 auf 40 Meter verringert wurde.
von Michaela Kraus Kontakt Profil

Einstimmig verabschiedete das Gremium am Montag eine Resolution zum Wirtschaftsstandort. Laut Landrat Roland Grillmeier ist das Papier als Bekenntnis zu den Firmen zu werten. Wegen gewaltiger Bauvorhaben gab es zuletzt in Tirschenreuth und Bärnau (Ziegler-Group) sowie Waldershof (Cube) emotionale Diskussionen.

"Die Souveränität der Kommunen und kommunalen Mandatsträger sowie die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und die Vielfalt der Meinungen sind ein hohes Gut unserer Demokratie", heißt es in der Erklärung. Das sei durch ein umfangreiches Regelwerk gesichert. Der Kreisaussschuss stehe zu den Firmen im Landkreis, stehe Betriebserweiterungen und Gewerbeansiedlungen grundsätzlich positiv gegenüber.

"Gerade durch das Engagement der Kommunalpolitik, vieler engagierter Unternehmer und Menschen ist es gelungen, einen Aufschwung in der Region mit immensen Investitionen, einem spürbaren Imagegewinn und einer Steigerung der Zahl am sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen zu erreichen." Diese neue Dynamik sei die zentrale Säule, um Infrastruktur und Lebensqualität zu sichern. "Wir brauchen diese Perspektiven, um junge Menschen hier zu halten, Rückkehrer für die Heimat und neue Köpfe zu gewinnen", heißt es fraktionsübergreifend. Die Bemühungen kleiner wie großer Firmen um Fachkräfte würden unterstützt.

"Wir brauchen diese Perspektiven, um junge Menschen hier zu halten, Rückkehrer für die Heimat und neue Köpfe zu gewinnen."

Resolution der Kreistagsfraktionen

Um die Entwicklung des Landkreises weiter voranzubringen, stehe der Kreisausschuss zu seinen Kommunen und Standortentscheidungen der Firmen: "Interkommunale Ansätze und auch flächensparende und nachhaltige Investitionsentscheidungen werden dabei unterstützt." Gegebenenfalls sei auch in Zukunft die Ausweisung nachhaltiger und flächensparender Wohn- und Gewerbeflächen erforderlich, erklären die Fraktionen. "Der Kreisausschuss befürwortet im Grundsatz alle Entwicklungen, die den Wirtschaftsstandort weiter nach vorne bringen und geeignet sind, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung zu vereinen."

Der Spagat zwischen Wirtschaft und Naturschutz beschäftigt die Politik im Landkreis

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