29.07.2020 - 12:34 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreisstadt unterstützt Metropolregion

Die Stadt Nürnberg Bewerbung bewirbt sich als "Kulturhauptstadt Europa 2025". Erhält die mittelfränkische Stadt den Titel, würde auch Tirschenreuth davon profitieren.

Bürgermeister Franz Stahl (vorne, Dritter von links) und zahlreiche weitere Kommunalpolitiker aus der Metropolregion Nürnberg unterstützten Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (Fünfter von rechts) bei der gemeinsamen Bewerbung zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“.
von Externer BeitragProfil

Einstimmig stimmte der Stadtrat Tirschenreuth in seiner Juli-Sitzung für das Projekt "Kulturhauptstadt Europas 2025". Die Stadt Nürnberg bewirbt sich für diesen Titel. Weil die Kreisstadt Mitglied der Metropolregion Nürnberg ist, unterstützen Tirschenreuth die Stadt Nürnberg bei ihrem Vorhabne. Die Kreisstadt bezahlt für den Zeitraum 2021 bis 2025 jährlich 8720 Euro an die mittelfränkische Metropole. Diese Summe steht für die aktuelle Einwohnerzahl von Tirschenreuth.

Weichen für künftige Projekte

Bürgermeister Franz Stahl zeigte sich überzeugt, dass Nürnberg den Zuschlag erhält. Wird Nürnberg "Kulturhauptstadt Europas 2025", würde gesamte Metropolregion Nordbayern davon profitieren, vor allem was den Tourismus- und Kulturbereich anbelange. Sollte Nürnberg den Titel wieder Erwarten nicht erhalten, seien keine Abschlagszahlungen zu leisten, so der Bürgermeister.

Als stellvertretender EMN-Vorsitzender berichtete Stahl von der 36. Ratssitzung der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN). 44 Kommunalpolitiker stellten die Weichen für die künftige Arbeit der Metropolregion. Wie es in den kommenden zehn Jahren weiter geht, ist in der "Strategie 2030" festgelegt. Sie beinhaltet unter anderem fünf Handlungsfelder, die Leitlinien für die inhaltliche Projektarbeit sind. Ein Handlungsfeld sei die Kulturentwicklung der Region. Hier setze unter anderem das Großprojekt der Bewerbung zur "Kulturhauptstadt Europas 2025" der Stadt Nürnberg an.

Mehr als 100 Akteure

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König betonte, dass die Bewerbung von Anfang an als regionales Projekt angelegt ist: "Hier kann die Metropolregion als ein Europa im Kleinen glänzen. Denn am Ende werden wir gemeinsam vom gesteigerten Interesse an unserer Kultur-Region profitieren". Umso erfreulicher sei, dass sich 40 Gebietskörperschaften aus der Metropolregion Nürnberg bereits in der ersten Runde der Bewerbung angeschlossen haben - und mehr als 100 regionale Akteure in sechs Arbeitsgruppen an regionalen Projekten für das finale Bewerbungsbuch gefeilt haben.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass für große Zukunftsthemen regionale Lösungen nötig sind und die Bedeutung der Region als Gegengewicht zur Globalisierung zunehme.

Mehr über die Metropolregion Nürnberg auf Onetz.de

Info:

Gesamte Region profitiert

Bis 31. Juli haben alle Gebietskörperschaften, egal ob Bezirk, Landkreis, Stadt oder Gemeinde, Gelegenheit ihre Teilnahme an der Bewerbung der Stadt Nürnberg auf den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ durch die Abgabe einer zweiten Absichtserklärung zu bekräftigen. Sie drückt das Interesse aus, sich im Fall des Titelzuschlags am Kulturhauptstadt-Programm zu beteiligen. Zugleich gibt sie das finanzielle Volumen der vor Ort stattfindenden Kunst- und Kulturprojekte an. 18 Gebietskörperschaften haben ihre Beteiligung bereits bestätigt, weitere haben das Thema noch auf der Agenda bei anstehenden Stadt- und Kreistagssitzungen. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König betonte gegenüber seinen Amtskollegen vor allem den Nutzen der Bewerbung für die Gesamtregion – sei es im Hinblick auf internationale Berichterstattung, Zunahme des Kulturtourismus oder Einnahmen, die in die regionale Wirtschaft zurückfließen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.