Die AG "Krisendienst"steht der breiten Bevölkerung zur Verfügung. Dabei handele es sich um eine Zentrale in Schwandorf, an die man sich bei schlimmen Krisen über Telefon wenden kann. Als Beispiel nannte der Sprecher gefährliche Situationen mit Menschen, beispielsweise ein Ehestreit. "Einfach alles was nicht mehr selbst in den Griff zu bekommen ist und zu eskalieren droht." Für diesen Krisendienst wird die PSAG zwei Mitarbeiter einsetzen, die im Krisenfall rausfahren, um vor Ort die Lage möglichst zu beruhigen.
"Das hat nichts mit dem Seelsorger-Telefon zu tun", betonte Fehr. Ziel sei, mögliche Zwangseinweisungen durch die Polizei vorher abzuwenden. Dieser Dienst werde bayernweit eingeführt und sei im Aufbau. Start sei voraussichtlich 2020, aktuell wird die Trägerschaft geklärt.
Zur Bildung einer AG "Herausforderndes Verhalten" erklärte Fehr auf Anfrage einer Teilnehmerin, hier handele es sich um Situationen, die das Umfeld mit einbeziehen. Schluckt zum Beispiel ein Patient eine Rasierklinge oder eine Batterie, würde das unter anderem die Polizei, die Feuerwehr, einen Arzt, die Klinik oder andere mit auf den Plan rufen. "Alles haben wir bereits gehabt", so Fehr. Die AG solle helfend eingreifen, um die Situation für alle Betroffenen zu lösen im Sinne des Verursachers. Ein gegenseitiger Austausch sowie Transparenz würden dies erleichtern. "Man erlebt oft, dass ein solcher Vorfall schnell zur Stigmatisierung der gesamten Einrichtung führen kann", so Fehr.
In seinem Vortrag "Aspekte einer Inklusionsstrategie für Menschen mit beschütztem Bedarf in der Region Tirschenreuth" griff Fehr anhand von zwei anonymen Beispielen die langsame Inklusion zweier Frauen auf, die schrittweise ins soziale Leben integriert werden konnten. Für den Sprecher spielten dabei die kleinen Schritte als Inklusion eine große Rolle. In acht Stufen wolle man die Lebensqualität der geschützten Personen so weit wie möglich verbessern bis hin zur Autonomie und Freiheit.
Als Möglichkeiten von Inklusion nannte er im Landkreis als niederschwellige Einrichtungen die Stiftland-Oase, wo jeder kommen könne, ohne sich ausweisen zu müssen, zum Gespräch, zum Kaffee oder um an Veranstaltungen teilzunehmen. Als ambulante Möglichkeiten stünde die Gruppen- und Einzelwohnen zur Verfügung in Kemnath und Tirschenreuth. Betreutes Wohnen in Gastfamilien sei fünfmal genutzt worden. Für geschütztes Wohnen stünden 18 Plätze zur Verfügung.














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