Trotz hartem Lockdown steigen auch im Landkreis Tirschenreuth weiter die Infektionszahlen. Allein seit Dienstag meldet das Landratsamt 44 neue Fälle (Mittwoch: 22, Donnerstag: 22). Zudem gibt es auch wieder zwei Todesfälle. Beide Personen hatten Vorerkrankungen. Ihr Alter wird in der aktuellen Pressemitteilung mit um die 80 und Ende 60 angegeben. Damit liegt die Zahl der Corona-Todesfälle inzwischen bei 181.
Blick nach Tschechien
Die 7-Tage-Inzidenz gab das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit für den Landkreis mit 226,24 an. Damit ist er wieder weit unter der 300er-Marke. Seit Beginn der Pandemie wurden 2746 Bürger positiv auf Covid-19 getestet. Das sind 180 neue Fälle in den vergangen 8 Tagen. Am 30. Dezember waren es bei der Meldung der wöchentlichen Zahlen insgesamt 234 Fälle. Nach Schätzungen gelten 2314 Personen als genesen.
Doch auch in den Nachbarlandkreisen in Tschechien wütet das Virus. Wie auf der Webseite des tschechischen Gesundheitsministeriums zu entnehmen ist, liegt der 7-Tage-Inzidenzwert in Eger/Cheb bei 835,93 und in Tachau/Tachov bei 395,69.
Auch westlicher Landkreis betroffen
Ob jedoch diese Zahlen auch mit den Infektionen im Landkreis zusammenhängen, ist fraglich: "Viele Betriebe nutzen weiter die freiwilligen Tests für tschechische Mitarbeiter", sagt Pressesprecher Wolfgang Fenzl vom Landratsamt. "Da sind schon mal einzelne positive Fälle dabei, aber man kann nicht sagen, dass diese Pendler andere Mitarbeiter in den Firmen angesteckt hätten." Konkrete Zahlen zu der Testbereitschaft der Pendler gibt es nicht. Da es für sie keine Testpflicht mehr gibt, sei auch die Dunkelziffer an Infektionen schwer einzuschätzen. "Es ist auch für uns schwierig und schwer nachvollziehbar", erklärt Fenzl. Das Gesundheitsamt appelliert an alle Grenzgänger und Unternehmen, das Testangebot im Landkreis zu nutzen. Das Landratsamt veröffentlichte am Donnerstag außerdem die Infektionszahlen in den 26 Gemeinden. Die meisten neuen Fälle in den vergangenen acht Tagen gab es wieder in der Stadt Tirschenreuth (44) und Waldsassen (27). "Dort hängen die Zahlen noch immer zum Teil mit dem Ausbruchsgeschehen in den beiden Altenheimen zusammen", sagt der Pressesprecher.
Doch warum gerade in diesen beiden Orten die Infektionszahlen so hoch sind, macht auch das Gesundheitsamt ratlos. "Es ist immer noch ein diffuses Infektionsgeschehen", betont Fenzl. Auch der westliche Landkreis ist mit Kemnath (15) und Kulmain (8) diese Woche stärker betroffen. In Relation zur Einwohnerzahl gab es außerdem in Plößberg viele Fälle (18).

















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