16.10.2020 - 17:49 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Landkreis Tirschenreuth als Risikogebiet: Fragen und Antworten

Aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen gilt der Landkreis Tirschenreuth seit Freitag als Risikogebiet. Welche Auswirkungen hat aber die neue, strengere Allgemeinverfügung konkret?

Private Feiern sind im Landkreis Tirschenreuth zumindestens für die nächsten zwei Wochen stark eingeschränkt.
von Martin Maier Kontakt Profil

Die neue Allgemeinverfügung des Landkreises Tirschenreuth betrifft alle Bürger. Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was bedeutet die Allgemeinverfügung für Hochzeiten, Kommunionsfeier oder Geburtstage in Wirtshäusern?

Da dies private Feiern sind, ist die Teilnehmerzahl auf fünf Personen oder zwei Haushalte begrenzt.

Wie viele Gäste dürfen sich gleichzeitig in Wirtshäusern im Landkreis Tirschenreuth treffen?

Dabei kommt es auf das Hygienekonzept der jeweiligen Gaststätten an. Grundsätzlich gilt: In Wirtshäusern im Landkreis Tirschenreuth dürfen sich Gruppen von bis zu fünf Personen oder zwei Haushalte treffen. Entsprechend dem Hygienekonzept der Gaststätten dürfen sich aber auch mehrere Gruppen unter Beachtung der notwendigen Abstände dort aufhalten.

Wie sieht es mit öffentlichen Veranstaltungen, Jahreshauptversammlungen und Sportveranstaltungen aus?

Diese dürfen weiterhin abgehalten werden. Die zulässige Anzahl der Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen liegt bei maximal 25 Personen in geschlossenen Räumen und bei maximal 50 Personen unter freiem Himmel. Diese Zahlen sind auch auf Jahreshauptversammlungen von Vereinen anzuwenden. Für die Zulassung von Zuschauern bei Sportveranstaltungen gelten die bisherigen Regelungen.

Gibt es Einschränkungen bei Gemeinde- und Stadtratssitzungen?

Diese sind unter Beachtung der jeweiligen Hygienekonzepte uneingeschränkt möglich.

Wie wird das Einhalten der Allgemeinverfügung kontrolliert?

Laut Fenzl übernehmen das die Polizei und das Personal des Landratsamts.

Überblick über die neue, strengere Allgemeinverfügung des Landkreises Tirscherneuth

Tirschenreuth
Im Blickpunkt:

Kein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht

Die Schulleiterin der Grundschulen Friedenfels, Falkenberg und Wiesau warnte die Eltern ihrer Schüler am Freitagmorgen vor neuen Corona-Maßnahmen: "Maskenpflicht für alle Schularten, auch während des Unterrichts" und "Teilung der Klassen, wenn die geforderten Abstände nicht eingehalten werden können", hieß es auf der Webseite. Schulamtsleiter Rudolf Kunz erklärt kurz darauf: "Den wöchentlichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht haben wir untersagt. Hier ist die Schulleiterin etwas vorgeprescht, auch wenn sie es gut gemeint hat."

So gilt zwar die Maskenpflicht im Unterricht für alle Schulen, aber auf einen geteilten Unterricht werde verzichtet. "Das Gesundheitsamt sagt, dass die Schulen kein Ansteckungsherd sind. Sie werden die Entwicklung genau beobachten", betont Kunz.

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