"Ich habe meine Aufgabe als Behindertenbeauftragter für den Landkreis immer gerne gemacht. Am 31. Mai diesen Jahres höre ich aus gesundheitlichen Gründen auf", kündigte Landkreis-Behindertenbeauftragter Reinhard Schön am Dienstagnachmittag im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Inklusion im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes an. Zwölf Jahre lang arbeitete er mit großem Engagement in seinem Amt.
Ausführlich schilderte Reinhard Schön in seinem Bericht die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Gleich zu Beginn machte er deutlich, "Behinderte kosten Geld, ein Lebern lässt sich aber nicht mit Geld aufwiegen". Er erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr gleich drei örtliche Behindertenbeauftragten starben und diese wieder neu besetzt werden müssen. Aktuell, so Schön, haben 7 von 26 Kommunen keinen Behindertenbeauftragten.
Im Landkreis gibt es nach seinen Worten 14.300 Behinderte, über einen Schwerbehindertenausweis verfügen 7.778 Personen. Die Zahl der Behinderten stieg im vergangenen Jahr um 211 Personen. Ausführlich berichtete er über die Quartalstreffen und über die in Plößberg stattgefundenen Bürgersprechstunden. "Ich mache all die Arbeit ehrenamtlich", sagte Schön. In anderen Landkreisen machen dies zumeist hauptamtlich besetzte Stellen. Landrat Roland Grillmeier dankte Schön für seine Arbeit und zollte ihm den gebührenden Respekt. Der Landrat kündigte die Verabschiedung im Herbst an.
Pflege und Seniorenarbeit
Jonas Horn, Leiter der Seniorenfachstelle am Landratsamt, berichtete über die Pflegekonferenz, dessen konstituierende Sitzung am 4. Dezember vergangenen Jahres stattfand. Gebildet wurden vier Arbeitskreise, Pflegestützpunkt, Steuerung ambulanter Pflegedienste, Ehrenamtlich tätige Einzelpersonen und Pflegebus. Aktuell, so Horn, ist die Suche nach einem Träger für die Fachstelle für pflegende Angehörige. Landrat Roland Grillmeier sagte, "wir sind mit der Pflege auf dem richtigen Weg".
Horn berichtete über die Seniorenarbeit 2025 und nannte als Höhepunkte den Seniorenfasching im Kettelerhaus, die Maiandacht in Mitterteich, die Besichtigung von Cube Bikes in Waldershof, den Sozialempfang in Erbendorf und die Fahrt zur Landesgartenschau nach Furth im Wald. Weiter kündigte er an, dass die Kreis-Maiandacht nur mehr alle zwei Jahre stattfinden wird, heuer findet demnach keine statt. Als Grund wurde genannt, dass immer mehr Senioren kommen und schlichtweg zu wenig Gaststätten in den Orten zur Verfügung stehen. Weiter stellte er das Jahresprogramm für die örtlichen Seniorenbeauftragten vor. Abschließender Dank galt Kreis-Seniorenbeauftragten Peter Gold.
Gestiegener Finanzbedarf
Den Haushalt 2026 für Soziales stellten Jonas Horn und Judith Renner vor. Der Gesamthaushalt beträgt 12.185.650 Euro, die Einnahmen 9.551.520 Euro, so dass der Landkreis mit 2.634.130 Millionen Euro heuer netto belastet wird. Die Netto-Ausgaben steigen damit um 8,15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausgaben für die Grundsicherung sind seit 2020 im Landkreis um 84 Prozent gestiegen, auf nunmehr 3.684.779 Euro. Der Ausschuss stimmte dem Haushalt des Sozialamtes zu und empfiehlt dem Kreistag dieses anzunehmen.
Landrat Roland Grillmeier weiß um den gestiegenen Finanzbedarf im Sozialhaushalt. Auf die Anzahl der Asylbewerber im Landkreis eingehend, berichtete Grillmeier, dass im vergangenen Jahr die Zahl um 200 Personen zurückgegangen sind. In Fockenfeld sind derzeit 120 Flüchtlinge untergebracht, "es kommen immer wieder welche dazu", sagte der Landrat. Nach der neuen Gesetzgebung sollen künftig Flüchtlinge schon nach drei Monaten in Arbeit gebracht werden. "Unser Ziel sind Arbeitsverträge für Flüchtlinge", so Grillmeier.















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