16.02.2020 - 09:33 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mit Masterplan in die Zukunft

In einem sehr entspannten Rahmen hat die CSU der Kreisstadt den Wahlauftakt gepackt. Lockere Gespräche und kleine Präsente locken am Freitag viele Besucher auf den Marktplatz. Denen können die Kandidaten Ideen und große Pläne vorstellen.

So macht Wahlkampf auch Linus und Greta Spaß, die mit Mama Stefanie Scharnagl am Freitag bei der CSU vorbeischauten. Der Dreh am Glücksrad wurde von Huberth Rosner mit CSU-Fähnchen und Gummibärchen belohnt.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Zur entspannten Runde am oberen Marktplatz kann auch Landratskandidat Roland Grillmeier beitragen, denn der Mitterteicher hat in seinem Wahlkampf-Bus stets ein paar Fässchen Zoigl dabei. Der Kandidat versorgt Interessierte natürlich auch mit seinen Vorstellungen. Doch am Freitag sind es Franz Stahl, dem als einziger Kandidat um das Bürgermeisteramt wohl nicht bange sein muss, und die CSU-Riege, die sich zum Gespräch stellen.

Crêpes und Gummibärchen

Während am Anfang noch die Offiziellen unter sich waren, drängten schon nach kurzer Zeit die interessierten Bürger zu den Ständen. Der Besuch rentierte sich dabei auch für die Jüngsten, die am Glücksrad auf einen Gewinn hoffen konnten. Zumindest Gummibärchen sorgten da für gute Laune. Als versierter Crêpes-Koch sorgte Zweiter Bürgermeister Peter Gold auch für ein kulinarisches Beiwerk zur umfassenden Informations-Kost an Broschüren, Plakaten und Gesprächen.

Bei all der Geselligkeit wird am Freitag nicht vergessen, die Ideen und Ziele der Orts-CSU, ihrer Kandidaten und des Bürgermeisters an den Mann zu bringen. Im Gespräch mit OTV-Moderator Thomas Bärthlein erzählt Franz Stahl von den markantesten Verbesserungen während seiner Amtszeit. Als eine wichtige Station nennt Franz Stahl dabei den Marktplatz-Umbau. Der hätte den Einwohnern augenfällig vermittelt, "dass sich in Tirschenreuth etwas tut". Aber auch eine Maxime seiner Arbeit stellt Stahl bei dieser Gelegenheit heraus - eine Politik für den Ort und seine Bewohner. Und stets wollen er und die CSU bei der Gestaltung des Lebens in der Kreisstadt die Bürger mit im Boot haben.

57 Leitgedanken

Mit Blick auf die Kommunalwahl richten die Kandidaten ihr Augenmerk auf die weitere Entwicklung der Stadt und der Lebensbedingungen. Die CSU und Franz Stahl haben ihre Absichten in einen "Masterplan" gepackt. Und der kann stolze 57 Leitgedanken aufweisen. In sieben Bereiche, darunter Wirtschaft, Umwelt, Städtebau, Senioren sowie Erziehung und Ausbildung teilt sich dieser Fahrplan für die Zukunft der Kreisstadt.

Überschrieben ist das Werk mit der Absicht "Vergangenes bewahren und Modernität schaffen". Unter "Wirtschaft und Politik" steht etwa die Verbesserung bei der Breitbandversorgung. Im Bereich "Umwelt und Landwirtschaft" nennt Franz Stahl auch den Stadtwald mit sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Funktion. Bei den Projekten im Feld "Kultur und Freizeit" steht das Luitpold-Theater obenan. Aber auch die Errichtung einer öffentlichen Toiletten-Anlage im Fischhofpark oder die Sanierungs- und Neuausrichtung des Freibads nennt Stahl. Mit Blick auf die Stadtentwicklung halten der Bürgermeister und die CSU an den Stadtwerken fest. Für die Senioren setzen sich Stahl und die CSU unter anderem für den weiteren Ausbau von "Leben plus" sowie die Errichtung einer Ganztagsbetreuung für Senioren ein.

Förderverein für Krankenhaus

Im "Masterplan" stehen weiter die Sanierung der Johann-Andreas-Schmeller-Mittelschule oder die Schaffung räumlicher Erweiterungsmöglichkeiten für die Grundschule. Für "Tourismus und Verkehr" stehe auch der Ausbau des innerstädtischen Personennahverkehrs, gibt Stahl im Gespräch weiter. Überhaupt haben die Kandidaten viele Schlagworte parat, die eine spannende Zukunft versprechen: Kletterhalle, Bootsverleih am Fischhofpark, mehr Gastronomie, Förderverein für das Krankenhaus, E-Mobil-Tankstellen und natürlich die schnelle Realisierung der Süd-Ost-Umgehung gehören dazu.

Ort politischer Stabilität

"Tirschenreuth soll weiter eine Stadt bleiben, die mit Innovation, Kreativität und dem dafür notwendigen Ehrgeiz gelenkt wird - ein Ort politischer Stabilität", versprechen Franz Stahl und die Kandidaten - und hoffen auf die entsprechenden Stimmen. In der lockeren Runde am Freitag können die "Schwarzen" schon mal punkten - nicht nur weil es Zoigl umsonst gegeben hat.

Da staunte Bürgermeister Franz Stahl nicht schlecht: Ein Gast hatte eine Visitenkarte dabei, die Franz Stahl beim Wahlkampf 2002 verteilte. Damals war Stahl zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt worden.
Nicht immer sind im Wahlkampf Worte wichtig. Peter Gold (rechts) hatte mit seinen Crêpes ebenfalls gute Argumente. Die kamen auch bei OTV-Moderator Thomas Bärthlein (links) und Stefan Grillmeier, CSU-Bürgermeisterkandidat aus Mitterteich, gut an.
So wird Wahlkampf gleich eine Spur entspannter: Den Besuchern konnte Bürgermeister Franz Stahl auch einen Schluck Zoigl anbieten.
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