Tirschenreuth
25.10.2018 - 16:13 Uhr

Mehr Arbeit für Tobias Reiß

Tobias Reiß redet oft vom "Maschinenraum der Fraktion". Und in diesem hat der CSU-Abgeordnete weiterhin die Hebel in der Hand. Denn er bleibt Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Landtagsfraktion.

Tobias Reiß bleibt Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion. Bild: exb
Tobias Reiß bleibt Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landtagsfraktion.

Seit April hat Tobias Reiß dieses Amt ausgeübt. Am Mittwoch wählten ihn seine Parteikollegen erneut. Er erhielt 74 von 78 Stimmen. "Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Das ist eine mehr als solide Arbeitsbasis und ein Vertrauensbeweis", sagt der 50-jährige Jurist auf NT-Nachfrage. Er leite somit weiterhin die Geschicke der CSU-Fraktion an maßgeblicher Stelle. Als Parlamentarischer Geschäftsführer ist er zugleich stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Die neue Zusammensetzung des Landtags mit einer höheren Zahl an Abgeordneten und weiteren Fraktionen sei eine Herausforderung. "Meine Arbeit wird sich dadurch deutlich verändern." Da die Christsozialen die absolute Mehrheit verloren haben, komme zusätzlich noch die Abstimmung mit dem künftigen Koalitionspartner. Zudem rechnet der Jurist damit, dass die AfD "vermutlich keinen konstruktiven Ansatz verfolgt und nur Sand ins parlamentarische Getriebe streut". Reiß will sich dafür einsetzen, die guten Umgangsformen im Landtag zu wahren. Dazu biete er eine faire Zusammenarbeit an. "Wir müssen der Öffentlichkeit weiterhin zeigen, wie guter parlamentarischer Stil zwischen demokratischen Parteien aussieht.“

In einer Pressemitteilung hebt CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer "die ausgleichende und unaufgeregte Art des Oberpfälzers" hervor. Er sei ein großer Gewinn, auch für die derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen mit den Freien Wählern. Reiß ist dabei einer der zehn Verhandlungsführer der CSU.

"Es geht sehr flott voran. Es gibt große inhaltliche Übereinstimmungen", blickt der Brander auf die Verhandlungen. Alle relevanten Themen würden wahrscheinlich noch in dieser Woche durchgesprochen werden. Zum weiteren Zeitplan könne er aber nichts sagen: "Unser Ministerpräsident legt großen Wert darauf, dass wir darüber nicht in der Öffentlichkeit fabulieren."

 
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