Tirschenreuth
16.04.2020 - 11:44 Uhr

Raum für würdevolle Eheschließungen

Rund eine halbe Million Euro "pumpt" die Stadt in den Verlustausgleich des Freibads. Der Posten entlastet den Wirtschaftsplan der Stadtwerke.

Nachdem der Umbau des Rathaussaals ansteht, wurde ersatzweise in der „Fronfeste“ ein Trauzimmer geschaffen. Jetzt nahm der Ferienausschuss die offizielle Widmung des Raumes vor. Bild: ws
Nachdem der Umbau des Rathaussaals ansteht, wurde ersatzweise in der „Fronfeste“ ein Trauzimmer geschaffen. Jetzt nahm der Ferienausschuss die offizielle Widmung des Raumes vor.

Die Kalkulation des Eigenbetriebs Stadtwerke wäre ohne das Freibad durchwegs positiv aufgestellt. Bei der Sitzung des "Ferienausschusses" legte Bürgermeister Franz Stahl den Plan für das laufende Jahr vor. Und der sieht bei der Stromversorgung (334 000 Euro), bei der Wasserversorgung (rund 20 000 Euro) und bei der Wärmeversorgung (31 000 Euro) am Ende Gewinne vor. Allein für das Freibad steht ein Minus von rund 522 000 Euro in der Kalkulation, doch hier entlaste der Verlustausgleich von rund 500 000 Euro. Damit könnten die Stadtwerke heuer rund 363 000 Euro erwirtschaften.

Zukunftskonzept für Freibad

Bei den Investitionen stehen heuer große Summen im Plan. So sind insgesamt 2,62 Millionen Euro (2019: 1 651 500 Euro) vorgesehen. Allein im Bereich Stromversorgung sind Investitionen von 1,53 Millionen Euro geplant, rund 880 000 Euro etwa für das neue Schalthaus. Für ein Zukunftskonzept für das Freibad stehen 42 300 Euro im Plan. Hier müsse aber noch geklärt werden, ob der Landkreis Interesse an einer gemeinsamen Zukunftsbetrachtung von Hallenbad und Freibad habe. Bei den Rücklagen der Stadtwerke nannte Stahl zum Ende des Jahres 2018 einen Stand von 2,6 Millionen Euro, das Stammkapital betrage unverändert drei Millionen Euro. Dem Plan wurde geschlossen zugestimmt.

Ebenso billigte der Ferienausschuss Haushaltsplan, Haushaltssatzung und Finanzplan der Spitalstiftung. Die Stiftung hat einen Verwaltungshaushalt mit 5000 Euro und einen Vermögenshaushalt mit 3100 Euro. "Ein paar Nullen weniger als der Stadthaushalt", vermerkte der Bürgermeister. Franz Stahl berichtete weiter von einer Eilentscheidung für die Änderung des Bebauungsplanes "Südlich der Kornbühlstraße". Beabsichtigt ist dort die Umwandlung eines Mischgebietes in ein Wohngebiet, mit drei Bauplätzen. Ausgelöst hat die Änderung die Bauvoranfrage des Grundbesitzers. Die Stadt hätte die Änderung gebilligt, allerdings müsse sich der Antragsteller zur Hälfte an den Planungskosten beteiligen.

Vertrag mit D'Hohenwalder

Nachdem Mitte des Jahres die Sanierung des Hüthauses in Hohenwald abgeschlossen wird, wurde für die künftige Nutzung eine Vereinbarung mit dem Verein D'Hohenwalder geschlossen - und vom Stadtrat befürwortet. Eine übliche Vereinbarung, schilderte Stahl. Unter dem Punkt Neueinstellungen berichtete der Bürgermeister, dass Angelika Prandl jun. als Saisonkraft im Bauhof eingesetzt ist, Andreas Brandl verstärkt das Team in der Kläranlage und Lutz Zangl ist als Bautechniker im Stadtbauamt tätig.

Vorausschauend auf die Sanierung des Rathaussaals hat die Stadt ersatzweise in der "Fronfeste" einen Raum für standesamtliche Trauungen geschaffen. Neben dem Trauzimmer steht dort auch ein weiterer Raum für die Bewirtung zur Verfügung. "Die Anforderungen einer würdevollen Eheschließung sind dadurch sichergestellt", schilderte der Bürgermeister. Der Ausschuss legte fest, den Raum für standesamtliche Trauungen außerhalb des Rathauses zu widmen.

Unter dem Punkt "Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse" nannte Stahl die Vergabe für die Gestaltung der Grünflächen am Stadtteich an die Firma Rolf Schmidt GmbH aus Schirmitz zum Angebotspreis von rund 2,3 Millionen Euro. Den Auftrag für die Baumeisterarbeiten für den neuen Kindergarten erhielt die Firma Bäuml Bau für rund 690 000 Euro, die Zimmer- und Holzarbeiten führt die Firma H.Kreuzer aus Mähring für rund 779 000 Euro aus.

 
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