Die Teichwirtschaft – ein markanter Teil der neuen Tirschenreuther Chronik im Bereich Wirtschaft – war über Jahrhunderte ein zentraler Zweig des Erwerbslebens im Stiftland. Der Ursprung lag vor ungefähr 1000 Jahren gleich neben Tirschenreuth, in der Heusterz (sprich: Haahstaz).
Die Heusterz bildet den Einstieg in die Tirschenreuther Teichpfanne, die mit rund 2.700 Teichen bis nach Wiesau reicht. Heutzutage haben die Teichwirte allesamt zu kämpfen, als Vollerwerbsbetriebe sind sie bei uns fast ausgestorben. In der Tirschenreuther Chronik ist einer davon porträtiert, einer, der seine Ernte auch noch im eigenen Wirtshaus veredelt: Franz Kühn aus Tirschenreuth.
Die Heusterz ist aber auch ein ruhiges, stimmungsvolles Plätzchen, wo man die Seele baumeln lassen kann, als Fußgänger und als Radfahrer. Sagenumwoben ist sie die Heimat vom "Wasserfräulein" und dem "Heistaz-Girgl", und vom verwunschenen Geisterort, dem "Dockerdimpfl". So manche Arme Seele, die keine Ruhe fand, wurde dort in früheren, dunklen Zeiten von einem „Seelenverbeter“ im Dockerdimpfl versenkt. Dort würde auch die geplante Kapelle der Rotarier so richtig Sinn machen, für die da unten, die Armen Seelen, die vielleicht ja noch im Schlamm der Jahrhunderte feststecken. Die neue Chronik der Stadt Tirschenreuth erscheint im Herbst und ist für 39 Euro auch in den Buchläden der Stadt erhältlich.





















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