07.07.2020 - 14:25 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Senioren- und Behindertenarbeit soll im Landkreis Tirschenreuth wichtiges Thema bleiben

Beim Treffen der neuen Kreisbeauftragten für Behinderte und Senioren am Landratsamt war man sich einig: Der Landkreis Tirschenreuth soll weiter beispielgebend sein.

Landrat Roland Grillmeier hat die vier Behindertenbeauftragten und den neuen Seniorenbeauftragten empfangen. Von links Landrat Roland Grillmeier, Regierungsdirektorin Regina Kestel, Kreisseniorenbeauftragter Peter Gold, die stellvertretenden Behindertenbeauftragten Marianne Scheffler und Doris-Scharnagl-Lindinger, die Leiterin der Seniorenfachstelle Isolde König, Behindertenbeauftragter Reinhard Schön, Sozialamtleiter Wolfgang Jäger und Tobias Gabel, Mitarbeiter in der Seniorenfachstelle Tobias Gabel. Nicht im Bild: Uwe-Karsten Mühlenbeck.
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Die Behinderten- und Seniorenbeauftragten im Landkreis Tirschenreuth haben ihre Arbeit aufgenommen. Bei einem Treffen im Landratsamt hat Landrat Roland Grillmeier den Beauftragten zu ihrer Ernennung durch den Kreistag gratuliert und über die künftige Arbeit gesprochen. Dabei waren sich alle einig, dass der eingeschlagene Weg, der Tirschenreuth in einigen Bereichen beispielgebend für ganz Bayern gemacht hat, weiter beschritten werden soll.

Bei der Berücksichtigung der Bedürfnisse behinderter Menschen und der Senioren habe der Landkreis Tirschenreuth mittlerweile eine Führungsrolle in Bayern, betonte Landrat Roland Grillmeier. Das sorge für eine enorme Außenwirkung. Aber es stecke auch viel Arbeit darin, die permanent geleistet werden müsse. Grillmeier sprach auch wegweisende Projekte, wie die Musterwohnung in Tirschenreuth, an, die auch künftig wichtige Eckpfeiler der Arbeit sein sollten. Seniorenbeauftragter

Neuer Kreisseniorenbeauftragter ist Peter Gold. Er bedankte sich für seine Bestellung und sprach seinem Vorgänger Ludwig Spreitzer Lob und Anerkennung für die Arbeit aus. Peter Gold weiter: "Im Wohnungsbereich ist auch nach wie vor viel zu leisten. Es gibt hier so viele Dinge, an die man als junger Mensch nicht denkt, die allerdings dann doch auf einmal sehr aktuell werden. Es ist auch von enormer Wichtigkeit, Multiplikatoren zu schaffen und in allen Gemeinden zu informieren. Neue Entwicklungen muss man hier stets beachten."

Der Tirschenreuther Peter Gold hat aufgrund seiner früheren beruflichen Tätigkeit im Jugendamt des Landkreises viel mit jungen Menschen zu tun gehabt und möchte nun einen Bogen zum Alter spannen: "Jung und Alt gehört eben einfach zusammen". Das Projekt "Leben plus" in Tirschenreuth erwähnte Gold als Vorzeigebeispiel. Hier werde Menschen im Alter ein weiterhin aktives Leben ermöglicht - mit großem Einsatz und Engagement. Behindertenbeauftragter

Reinhard Schön aus Plößberg ist der Behindertenbeauftragte für den Landkreis Tirschenreuth. Er bezeichnet das Amt als durchaus umfangreich: "Es braucht schon eine gewisse Zeit der Einarbeitung, bis man sich mit allem auch wirklich auskennt. Das Amt erfordert überdies hohes Vertrauen." Vor allem im Bereich der Barrierefreiheit und der Behindertengerechtigkeit sei noch viel zu tun. "Das werden sehr arbeitsreiche Jahre", so Reinhard Schön weiter.

Seine Stellvertreterin ist Doris Scharnagl-Lindinger aus Mitterteich. Weitere stellvertretende Behindertenbeauftragte sind Uwe-Karsten Mühlenbeck aus Mähring und Marianne Scheffler aus Tirschenreuth.

Landrat Roland Grillmeier lobte das Engagement der Ehrenamtlichen: "Seinen Beitrag zu leisten, damit die Mitmenschen weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können, ist eine großartige Sache." Die Helfer scheuten keinerlei Belastung und wirkten somit auch einer etwaigen Vereinsamung in der Gesellschaft entgegen.

Tobias Gabel von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes bemerkte, dass für die neue Wahlzeit bereits sehr viele Landkreisgemeinden einen Seniorenbeauftragten bestimmt hätten, andere würden dies noch im Rahmen einer Gemeinderatssitzung im Juli beschließen: "Unser Ziel ist es, in jeder Gemeinde eine Seniorenbeauftragte bzw. einen Seniorenbeauftragten zu haben."

"Selbstverständlich leidet das Jahresprogramm der Seniorenbeauftragten auch unter der Corona-Krise", so Gabel weiter. Anstatt einer ursprünglich im September geplanten "Impulsfahrt" nach Hohenberg an der Eger und Bad Steben ist nun für 16. September eine Quartalsversammlung geplant, bei der die bisherigen und die neuen Seniorenbeauftragten zusammenkommen. Im Oktober diesen Jahres solle für 2021 ein Programm - dann erstmals zusammen mit Peter Gold - erstellt werden. Aufgabe der nächsten Jahre sei es, die Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes, das der Kreistag verabschiedet habe, mit Leben zu erfüllen.

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