21.07.2021 - 15:13 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Sondereinsatz im Krisengebiet für BRK des Landkreises Tirschenreuth

Normalerweise sind die BRK-Schnelleinsatzgruppen bei großen Unglücksfällen im eigenen Landkreis und der Region gefragt. Doch nun ist Hilfe im Flutkatastrophengebiet nötig. Schon elf Rotkreuzler aus dem Landkreis Tirschenreuth sind vor Ort.

Vor der ausklappbaren Feldküche auf dem Anhänger verabschiedete BRK-Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl (Zweiter von links) die Einsatzkräfte der SEG Verpflegung, Christina Arnold, Harald Pelz, Andrea Meierl, Richard Meierl und Alexander Fuchs (von rechts) unter Leitung von Ralf Arnold (links).
von Michaela Kraus Kontakt Profil

Die Lage im westlichen Krisengebiet ist nach den Überflutungen dramatisch. Deshalb sind die ehrenamtlichen Helfer der insgesamt zehn Schnelleinsatzgruppen (SEG) des Kreisverbandes Tirschenreuth schon seit Montag quasi auf Abruf bereit. Für zwei Teams wurde es tatsächlich schon am Dienstag ernst: Die SEG Verpflegung schickte kurz vor 17 Uhr fünf Männer und eine Frau los. Am Mittwoch um 9 Uhr folgten ihnen fünf Männer vom SEG Technik und Sicherheit. Geplante Einsatzzeit: jeweils 72 Stunden.

"Aufgrund der Unwetterlage in Rheinland-Pfalz und vieler Einsatzstellen reichen die lokalen Kräfte zur Lagebewältigung derzeit noch immer nicht aus. Das Bayerische Staatsministerium des Inneren hat daher beim Lagedienst des BRK weitere Unterstützung angefragt", informiert Pressesprecher Sven Lehner vom BRK-Kreisverband. Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl tauschte sich am Montag intensiv mit den Fachdienstleitern und Zugführen aus, um die volle Einsatzbereitschaft herzustellen.

Zelt und Feldküche

Für die SEG Verpflegung waren innerhalb kürzester Zeit Fachdienstleiter Ralf Arnold mit seinen Helfern Christina Arnold, Alexander Fuchs, Andreas Meierl, Richard Meierl und Harald Pelz zur Stelle. Ihr Auftrag ist die Versorgung des Feuerwehr-Hilfeleistungskontingents Bayreuth, das mit 120 Aktiven ins Katastrophengebiet ausgerückt ist. Mit dabei haben die Tirschenreuther Zelt und Feldküche, um die Helfer mit Essen zu versorgen. Für den Anfang haben sie Trockenwaren wie Nudeln und Instant-Suppen dabei, informiert Lehner: "Frische Sachen müssen sie dann vor Ort besorgen."

Kaum war die Verpflegungstruppe am Treffpunkt in Mendig in Rheinland-Pfalz eingetroffen, machte sich auch die SEG Technik und Sicherheit auf den Weg. Unter Leitung von Matthias Dittrich starteten am Standort des Gerätewagens und Mannschaftstransportwagens in Mitterteich Michael Krauß, Manuel Maierhöfer, Simon Prommersberger und Michael Wölfl. "Was sie genau zu tun haben, erfahren sie erst am Einsatzort", informiert Sven Lehner. Die Mannschaft gehört dem Hilfeleistungskontingent Betreuung Oberpfalz an, das in Neuwied Quartier bezieht.

Dank an Arbeitgeber

Nachdem es sich bei den Helfern ausnahmslos um Ehrenamtliche handelt, dankt das BRK den Arbeitgebern für die Freistellung: "Das klappt meistens sehr gut", sagt Lehner. Ob noch mehr Helfer aus dem Landkreis ins Krisengebiet beordert werden, ist nicht absehbar. Weitere Kräfte sind jedenfalls vorgewarnt: Insgesamt hält der BRK-Kreisverband zehn Schnelleinsatzgruppen vor, die Spezialgebiete vom Gefahrgut bis zur psychologischen Notfallversorgung betreuen.

Michael Krauß, Matthias Dittrich, Michael Wölfl, Manuel Maierhöfer und Simon Prommersberger (von rechts) von der SEG Technik und Sicherheit wurden mit guten Wünschen von Dritter stellvertretender Kreisbereitschaftsleiterin Verena Völkl (links) verabschiedet.

Ein Team des THW Amberg berichtet vom Einsatz

Amberg

"Was sie genau zu tun haben, erfahren sie erst am Einsatzort."

Sven Lehner über die Aufgaben der SEG Technik und Sicherheit

 

 

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