Tirschenreuth
25.06.2018 - 14:23 Uhr

Suche nach gemeinsamer Lösung

Großes Lob zollt Bürgermeister Franz Stahl in der Stadtratssitzung den Feuerwehren und dem Bauhof für ihren Unwetter-Einsatz an Fronleichnam. Das Thema wird in dem Gremium kontrovers diskutiert.

Auf Hochtouren laufen die Arbeiten für den behindertengerechten Ausbau des Tirschenreuther Rathauses. Dort sol ein Aufzug entstehen. kro
Auf Hochtouren laufen die Arbeiten für den behindertengerechten Ausbau des Tirschenreuther Rathauses. Dort sol ein Aufzug entstehen.

(kro) Das Unwetter hatte auch in Tirschenreuth nicht unwesentliche Schäden hinterlassen. Die entstanden Einsatzkosten von 4685 Euro werde die Stadt laut Bürgermeister Franz Stahl nicht an die Geschädigten weitergeben. Dennoch werde die Kommune den Anteil von 2300 Euro, der der Feuerwehr zusteht, an die Brandschützer überweisen.

Stahl hatte sich am Schadensabend selbst ein Bild vom Ausmaß gemacht und betonte zugleich, dass es einen hundertprozentige Absicherung nicht gebe. Man werde jede Einsatzsituation genau analysieren und dann strukturiert angehen. Ohne Vorverurteilungen auszusprechen, wies der Rathauschef darauf hin, dass die Stadt auch Grundstücke an Landwirte verpachtet habe. Aber immer mit dem Hinweis, dass auf diesen Feldern kein Mais angebaut werden dürfe.

Stadtrat Manfred Zandt, der selbst betroffen war, wies darauf hin, das bautechnisch einiges verändert werden müsse, wolle man zukünftige Schäden vermeiden. „Wir müssen das Oberflächenwasser besser in den Griff bekommen“, erklärte er. Stadtbaumeister Andreas Ockl entgegnete, dass bautechnisch nicht viel machbar sei, wenn Mais angebaut werde. Man müsse jedoch versuchen, gemeinsam mit der Landwirtschaft Lösungen zu suchen.

Gleichzeitig betonte er aber auch, dass nicht jedes Regenereignis aufzufangen sei. Dennoch wolle man versuchen, mit einigen bautechnischen Veränderungen Verbesserungen zu erzielen. Florian Busl zeigte sich zunächst erfreut darüber, dass die Stadt die Kosten nicht an die Betroffenen weitergebe und die Feuerwehr dennoch ihr Geld, das ihr zustehe, bekomme.

Hans Gmeiner verwies darauf, wenn 40 oder 50 Liter Wasser auf einen Quadratmeter innerhalb einer Stunde fallen, könne dies kein Boden aufnehmen, auch keine Wiese. Das Wasser könne so schnell nicht absickern. Dennoch sprach er sich für gemeinsame Gespräche mit den Landwirten aus.

Paulus Mehler, der mit der Feuerwehr selbst im Einsatz war, sprach von einer Katastrophe für die betroffenen Hauseigentümer. Er forderte dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen. Zum Thema Wiese sagte Mehler, dass Gras das Wasser zwar nicht aufhalten könne, aber es könne die Geschwindigkeit des Wassers verringern. Angelika Brunner verwies darauf, dass der Maisanbau zwar immer wieder heftig kritisiert werde, der Anbau aber politisch gewollt werde.

Einstimmig bewilligte der Stadtrat die Jahresrechnungen der Stadt und der Spitalstiftung für das Haushaltsjahr 2016. Den Überschuss von 2,6 Millionen Euro der Stadt werde man den Rücklagen zufließen lassen. Ebenso einstimmig wurde die Anpassung der Verpflichtungsermächtigungen für die Stadt und die Stadtwerke genehmigt.

Ferner informierte Bürgermeister Franz Stahl darüber, dass die Leiterin des Tourismus-Büros, Katrin Demleitner, denmächt in den Mutterschutz gehe. Als ihren Nachfolger habe die Kommune Ludwig Bundscherer eingestellt. Zudem sahen die Räte, dass der behindertengerechten Ausbau des Tirschenreuther Rathauses auf Hochtouren läuft.






 
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