Tirschenreuth
05.10.2018 - 17:24 Uhr

Summe nicht vertretbar

Der Breitbandausbau wird mit dem Höfebonus-Programm fortgeführt. Allerdings anders als geplant. Das Erschließungsgebiet wird aus Kostengründen deutlich verkleinert.

Symbolbild. Bild: Carsten Rehder
Symbolbild.

In den vergangenen Jahren investierte die Stadt massiv in den Breitbandausbau, erklärte Bürgermeister Franz Stahl in der vergangenen Sitzung des Stadtrats. Im Rahmen des Höfebonus-Programm seien nun Nachbesserungen für einzelne Gehöfte möglich, die beim vorangegangenen Ausbau zu kurz kamen. Dafür lagen dem Gremium zwei Angebote von Telekom und Ampuls vor.

Für rund 1,7 Million Euro würden alle Bereiche mit Breitband versorgt werden. Davon zahle die Stadt einen Eigenanteil von 820 000 Euro. Aus Sicht der Verwaltung ist die Höhe des Eigenanteils nicht zu rechtfertigen. "Da sind auch Anwesen mitten im Wald dabei, wo nur eine Person wohnt", sagte Stahl. Ein solcher Anschluss, weil er soweit außerhalb liege, koste rund 100 000 Euro. Dann profitiere nur eine einzelne Person davon, stellte Stahl deutlich klar. Zudem würden die Leute dort bereits über einen Internetanschluss verfügen, nur eben etwas langsamer.

Die Bauverwaltung hat deshalb das Erschließungsgebiet überarbeitet und reduziert. In den Ausbauplänen eingeschlossen sind etwa Ortschaften wie Rosall, Pilmersreuth an der Straße, Haid oder Klenau. Die Kosten für den reduzierten Plan schätzt die Breitbandberatung Bayern auf 945 000 Euro. "Das ist immer noch eine gewaltige Summe", merkte das Stadtoberhaupt an. Allerdings werde dieser Betrag voraussichtlich mit 50 bis 60 Prozent gefördert.

Wegen der erheblichen Änderung des Gebiets muss das Gremium das bisherige Verfahren aufgrund von Unwirtschaftlichkeit stoppen. Dann erst kann eine neue Ausschreibung mit den neuen Erkenntnissen und Gebieten erfolgen. Bis November muss die Verwaltung das Angebot abgeben. Bis Mai 2019 soll dann alles geregelt sein und ein Vertrag mit den Ausbauanbietern unterschrieben werden.

Ringstraße per Hand kehren

Des Weiteren beschloss das Gremium eine Änderung des Kehrverzeichnisses der städtischen Straßenreinigungssatzung. Da die Bauarbeiten in der nördlichen Ringstraße inzwischen abgeschlossen sind und die Fahrbahn altstadtgerecht gepflastert wurde, wird der Teilbereich aus dem Kehrverzeichnis herausgenommen. In gepflasterten Straßen sollen die Reinigung durch Handkehrung der Anlieger erfolgen, weshalb die Satzung entsprechend geändert werden muss.

Vierter Marktsonntag

Der Werbeverein Tirschenreuther Inforunde veranstaltete Anfang September seinen ersten Herbstmarkt am Marktplatz. Lange hat sich der Verein einen vierten Marktsonntag gewünscht. "Sie haben sich massiv Gedanken gemacht, zu welchem Zeitpunkt sie den Markt veranstalten." Der 1. September hatte gut gepasst. "Der Einzelhandel und die Fieranten waren sehr zufrieden", sagte Stahl. "Der Herbstmarkt hat total eingeschlagen." Deshalb soll der vierte Markttag auf den ersten Sonntag im September festgelegt werden und in die Satzung aufgenommen werden.

Die vier Markttage sind der Ostermarkt am Sonntag nach Ostern, der Peter-und-Paul-Markt am letzten Sonntag im Juni, der Herbstmarkt am ersten Septembersonntag und der Kirchweihmarkt am vierten Oktobersonntag. Die Verkaufsstellen dürfen jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet haben,ist in der Satzung festgelegt.

Acht neue Stadtangestellte

Zuletzt informierte Franz Stahl über Neueinstellungen der Stadt. Zum Start ins Kindergartenjahr haben heuer im Kinderhaus Kunterbunt sieben Personen ihren Dienst angetreten: Die beiden Erzieherinnen Kathrin Kraus und Laura Pfeiffer, Kinderpflegerin Martina Brenner, Berufspraktikantin Simone Zettl und die Vorpraktikantinnen Sandra Hederer und Selina Reger. Am Bauhof startete zudem Thomas Männer aus Tirschenreuth seinen Dienst. Unter anderem gehört die Kehrmaschine zu seinem Aufgabengebiet.

 
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