06.05.2020 - 15:42 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Tatkraft und Innovationen gefordert

Fünf neue Stadträte hieß Bürgermeister Franz Stahl in der konstituierenden Sitzung willkommen. Zu seinen Stellvertretern wurden wieder Peter Gold und Norbert Schuller gewählt.

Bürgermeister Franz Stahl (rechts) vereidigte die neuen Stadträte, von links, Franz Heinrich, Mario Franz, Jürgen Steinhauser, Huberth Rosner und Dr. Michael Rüth.
von Konrad RosnerProfil

Wegen der aktuellen Corona-Krise fand die konstituierende Sitzung des neuen Tirschenreuther Stadtrats im großen Saal des Kettelerhauses statt. Mit einem großen Vertrauensvorschuss wurde Peter Gold (CSU) erneut zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Er erhielt 18 von 21 Stimmen, jeweils eine Stimme gab es für Paulus Mehler und für Doris Schön, eine war ungültig. Dritter Bürgermeister bleibt Norbert Schuller (Freie Wähler), der ebenfalls 18 von 21 Stimmen erhielt. Die CSU, mit elf Mandaten die stärkste Fraktion im Stadtrat, verzichtete auf einen eigenen Kandidaten für das Amt des Dritten Bürgermeisters, sodass der Weg für Schuller frei war.

Bürgermeister Franz Stahl hieß die fünf neuen Stadträte Mario Franz (FW), Franz Heinrich (Grüne), Huberth Rosner (CSU), Dr. Michael Rüth (CSU) und Jürgen Steinhauser (FW) willkommen. Sie wurden in der Sitzung vereidigt. Einstimmig wurde der Bürgermeister erneut zum Standesbeamten bestellt. Franz Stahl dankte den ausgeschiedenen Stadtratsmitgliedern Kerstin Kurzeck (Wählergemeinschaft Umwelt), Olga Luft (CSU), Martina Sötje (SPD), Günther Franz und Felix Schmidt (beide Freie Wähler), die zu gegebener Zeit noch gebührend verabschiedet werden.

Diskussionsbedarf gab es über den Fraktionsstatus im Stadtrat. Auf Vorschlag von Bürgermeister Stahl wurde beschlossen, dass eine Fraktion aus mindestens drei Personen bestehen müsse. Ein Fraktion aus nur zwei Mitgliedern, wie es in der vergangenen Stadtratsperiode der Fall war, sei eine absolute Ausnahme gewesen. Genau dies wollten jedoch Manfred Zandt (FW), Konrad Schedl und Franz Heinrich (beide Grüne) sowie Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) beibehalten. Stahl sagte, dass im Vorfeld der konstituierenden Sitzung bekannt geworden war, dass die Grünen gemeinsam mit SPD-Stadtrat Gunar Prauschke eine Fraktion bilden wollen. Dagegen habe er keine Einwände. Rederecht habe jedes Stadtratsmitglied unabhängig von der Fraktion. "Eine Fraktion ist eine Gruppe, zwei Personen sind keine Gruppe", sagte Peter Gold. Karl Berr sagte jedoch: "Ich verstehe nicht, dass etwas, das sich bewährt hat, abgeschafft wird." Letztlich stimmte das Gremium mit 14 Ja-Stimmen bei sieben Gegenstimmen (Manfred Zandt, Jürgen Steinhauser, Mario Franz, Franz Heinrich, Konrad Schedl, Gunar Prauschke, Karl Berr) für eine Fraktionsstärke von drei Personen. Damit gibt es im Stadtrat drei Fraktionen und mit Karl Berr eine Einzelperson.

Des Weiteren wurden die Fraktionssprecher und deren Stellvertreter bekannt gegeben. Für die CSU ist dies künftig Huberth Rosner, sein Stellvertreter ist Paulus Mehler. Fraktionssprecher der Freien Wähler ist Manfred Zandt, sein Stellvertreter Jürgen Steinhauser. Für die Fraktion der Grünen/SPD spricht Konrad Schedl, sein Stellvertreter ist Gunar Prauschke.

Einig war sich der Stadtrat, dass erneut wieder fünf Ausschüsse gebildet werden. Bis auf den Rechnungsprüfungsausschuss, dem sieben Personen angehören, setzen sich alle anderen Ausschüsse aus acht Personen zusammen. Die Besetzung der Ausschüsse (CSU 5 Sitze, Freie Wähler 2, Grüne/SPD 1) wird in der nächsten Stadtratssitzung bekannt gegeben. Rückwirkend segnete das Gremium zudem den Ferienausschuss, der in der Coronakrise vom 27. März bis zum 30. April tagte, ab.

Zu Beginn der konstituierenden Sitzung - dies ist in der Kreisstadt ein üblicher Brauch - sprachen Stadtpfarrer Georg Flierl und Pfarrerin Dr. Stefanie Schön. Beide wiesen auf die große Verantwortung hin, die die Bürger dem neuen Stadtrat schenkten. Es folgten Fürbitten, das "Vater unser" und der Segen.

"Wenn man sich kommunalpolitisch engagiert, entscheidet man sich für eine Sieben-Tage-Woche und einen Arbeitstag fast rund um die Uhr", betonte Stahl und würdigte das Engagement der Räte. Er erwarte von ihnen fachliches Interesse, Kreativität, Innovation und Flexibilität. "Sie als Stadträte bestimmen die Schlagzahl, das Tempo, die Dynamik, ja den Herzschlag unserer Stadt". Für eine Politik des Gestaltens seien Tatkraft, Engagement und Ideenreichtum gefordert.

Wahlnachlese für Tirschenreuth:

Tirschenreuth
Bürgermeister Franz Stahl mit seinen beiden Stellvertretern Peter Gold (links) und Norbert Schuller (rechts).
Guter Brauch in Tirschenreuth: Zu Beginn der konstituierenden Stadtratssitzung sprachen Stadtpfarrer Georg Flierl und Pfarrerin Dr. Stefanie Schön einführende Worten und spendeten den Segen.
Bürgermeister Franz Stahl fordert vom Gremium Engagement, Tatkraft und Ideenreichtum.
Die konstituierende Sitzung des Satdtrats fand im Kettelerhaus statt.
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