16.03.2020 - 16:57 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Wechsel bei fast jeder Partei

Die CSU baut ihre Mehrheit im Stadtrat aus, auch die Grünen gewinnen einen Sitz im Gremium. Dagegen müssen SPD und WGU je ein Mandat abgeben. Die Anzahl der Sitze der Freien Wähler bleibt gleich, die Besetzung wechselt allerdings.

Franz Stahl (CSU) wurde mit 92,35 Prozent der Stimmen wieder zum Bürgermeister gewählt. Mit seiner Familie fieberte er im Rathaus auch dem Ergebnis der Stadtratswahl entgegen. Im Bild: (von links) Sohn Peter Stahl, Bürgermeister Franz Stahl, seine Ehefrau Cornelia und Sohn Franz jun. .
von Lena Schulze Kontakt Profil

Mehr als 88 300 Stimmen haben die 7212 Wähler am Sonntag auf die Kandidaten für den Stadtrat verteilt. Große Bewegungen bei der Sitzverteilung hat die Stadtratswahl in der Kreisstadt nicht gebracht. Dennoch ergeben sich einige Änderungen.

CSU und Grüne gewinnen

Zu den Gewinnern der Wahl gehören CSU und Grüne. Beide Parteien erhielten jeweils einen Sitz im Gremium mehr. Die CSU baut ihre Mehrheit von zehn auf elf Mandate aus. Die Grünen wachsen auf zwei Sitze. Die Freien Wähler bringen unverändert wieder fünf Kandidaten in den Stadtrat. Allerdings ergibt sich hier ein Wechsel in der Besetzung, denn Günther Franz und Felix Schmidt standen nicht mehr zur Verfügung. Verlierer sind SPD und Wählergemeinschaft Umwelt (WGU). Die SPD verliert nach der Kommunalwahl 2014 ein weiteres Mandat, es verbleibt nur ein Sitz. Diesen hat Gunar Prauschke inne. Auch die Wählergemeinschaft Umwelt (WGU) schrumpft: Stadtrat-Senior Karl Berr sitzt für die Wählergemeinschaft weiterhin im Gremium.

Vier neue Stadträte

Vier neue Räte kann Franz Stahl im Mai im neuen Stadtrat begrüßen. Das sind von den Christ-Sozialen Michael Rüth und Huberth Rosner - der bisher dem Gremium nicht als gewählter Stadtrat, sondern als Sport- und Jugendbeauftragter beiwohnte. Mit Jürgen Steinhauser und Mario Franz sind zwei Freie Wähler ebenfalls neue Stadtratsmitglieder. Neu im Gremium ist zudem Heinrich Franz (Grüne).

Frauenanteil im Gremium sink

Während Martina Sötja (SPD) und Kerstin Kurzeck (Wählergemeinschaft Umwelt) sich nicht mehr für den Stadtrat zur Verfügung stellten, erhielt Olga Luft (CSU) einfach zu wenig Stimmen (1564) und rutschte auf der Nachfolgerliste auf Platz 15. Somit schrumpft die Anzahl der Frauen im 20-köpfigen Gremium von 5 auf 2 Stadträtinnen. Die Stellung halten die CSU-Rätinnen Angelika Brunner und Doris Schön.

Bestes Einzelergebnis im Ort hatte mit 5069 von über 88 000 Stimmen Franz Stahl. Der Bürgermeister wird allerdings seinen Platz für Nachrücker Conny Zant frei machen.

Briefwahl bei fast 50 Prozent

Einen leichten Anstieg verzeichnetet die Wahlbeteiligung. Waren es 2014 nur 64,45 Prozent, gaben am Sonntag 66,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Weiterhin immer mehr an Bedeutung gewinnt die Briefwahl. Knapp die Hälfte der insgesamt 7212 Stimmberechtigten - 3346 Wähler - nutzten dieses Angebot.

Der neue Stadtrat:

Der neue Stadtrat

Bei der Stadtratswahl entfielen von den 88 334 Stimmen 53,3 Prozent auf die CSU, 26,5 Prozent erhielten die Freien Wähler. Nicht über 10 Prozent schafften es die Grünen (7,6 Prozent), die SPD (6,7 Prozent) und die Wählergemeinschaft Umwelt (5,9 Prozent). Daraus ergibt sich die Verteilung der 20 Sitze im Gremium: CSU 11 (+1), Freie Wähler 5 (+-0), Grüne 2 (+1), SPD 1 (-1), WGU 1 (-1).

Zum Stadtrat gehören: CSU: Paulus Mehler (4155 Stimmen), Peter Gold (3854), Angelika Brunner (3028), Harald Siegert (2939), Alfred Scheidler (2693), Doris Schön (2615), Vinzenz Rahn (2543), Hans Gmeiner (2521), Michael Rüth (2449), Huberth Rosner (2385) und Conny Zant (2289). Freie Wähler: Norbert Schuller (4339), Hans Zölch (2252), Manfred Zandt (2243), Jürgen Steinhauser (1921) und Mario Franz (1384). Grüne: Konrad Schedl (1521) sowie Franz Heinrich (1072). SPD: Gunar Prauschke (1399). WGU: Karl Berr (1685).

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