25.04.2019 - 10:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Temperament und Gottesglaube

Eine Gedenktafel an der Friedhofkirche erinnert an den ehemaligen Tirschenreuther Stadtpfarrer Georg Maria Witt.

Die Mitglieder der Kirchenverwaltung, Bernhard Stahl, Thomas Kurzeck, Liselotte Kulzer und Stadtpfarrer Georg Flierl, Bürgermeister Franz Stahl, Karl Scheidler, die Sprecherin des Pfarrgemeinderats, Edith Schön, sowie die weiteren Mitglieder der Kirchenverwaltung, Dr. Maximilian Schön und Klaus Steckbauer, bei der feierlichen Einweihung der Gedenktafel (von links).
von Externer BeitragProfil

Tirschenreuth. (exb) Vor wenigen Tagen jährte sich der Todestag des ehemaligen Stadtpfarrers Georg Maria Witt bereits zum zehnten Mal. „Ich bin froh und erleichtert, dass nach einer langen Anlaufzeit dem Wirken von Pfarrer Witt zu Ehren an der Friedhofkirche nun eine Gedenktafel eingeweiht werden konnte“, sagte der heutige Stadtpfarrer Georg Flierl bei der feierlichen Einweihung.

Bedanken wollte sich Flierl bei Franz Krapf vom Historischen Arbeitskreis und Karl Scheidler für deren Gestaltung der Tafel sowie auch beim Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung für die bestärkende Unterstützung. „Was er euch sagt, das tut“, nach diesem Spruch auf der Erinnerungstafel habe Stadtpfarrer Witt sein ganzes Leben lang gelebt. „Immer ging er voller Energie auf die Menschen zu. Und auch wenn seine letzten Lebensjahre von schwerer Krankheit geprägt waren, sind ihm auch in dieser Zeit sein Temperament und Gottesglaube niemals abhandengekommen“, erinnerte sich Georg Flierl.

Ungemeinen Tatendrang bescheinigte Georg Maria Witt auch der damalige Pfarrgemeinderat Bernhard Stahl. „Pfarrer Witt hatte es sich in den Kopf gesetzt, eine Kapelle zu gründen. Er bestimmte die einzelnen Spieler und deren jeweiliges Instrument. Ich sollte die Orgel spielen – obwohl ich davon überhaupt keine Ahnung hatte“, blickte Bernhard Stahl schmunzelnd zurück. Auch wies er auf die von Pfarrer Witt initiierte Immerwährende Anbetung und die monatlichen Wallfahrten hin.

Für Bürgermeister Franz Stahl war der Bischöflich Geistliche Rat und Stadtpfarrer Georg Maria Witt nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch der Tat. Dafür stehe noch heute sein Engagement für die Sanierung der Klosterkirche oder den Bau des Marienbrunnens. Für seine Verdienste sei Pfarrer Witt auch die Ehrenbürgerschaft der Stadt Tirschenreuth verliehen worden. „Gerne möchte ich anregen, die durch den Neubau des Hauses St. Elisabeth an der Koloman-Maurer-Straße entstehende Gasse Richtung Pfarrhof ,Pfarrer-Witt-Gasse‘ zu nennen“, so der Bürgermeister abschließend.

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