19.05.2021 - 16:06 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Toni Dutz: "Corona-Hotspot als Bildungsverlierer"

Corona hat den Landkreis Tirschenreuth schwerer getroffen als andere Regionen. Kreisrat Toni Dutz befürchtet Nachteile besonders im Schulbereich und fordert einen Ausgleich.

Die Schulen waren im Landkreis Tirschenreuth monatelang geschlossen.
von Michaela Kraus Kontakt Profil

"Unsere Kinder dürfen nicht benachteiligt werden, nur weil die Inzidenzwerte in der Grenzregion nicht sinken wollten", sagte CSU-Kreisrat Toni Dutz im Kreisausschuss und erwähnte eine viermonatige Schließung des Präsenz-Schulbetriebs im Landkreis Tirschenreuth. "Es kann nicht sein, dass wir vom Corona-Hotspot auch noch zum bayerischen Bildungsverlierer werden."

Dutz forderte als Reaktion des Kultusministeriums auf die Schieflage mehr Lehrkräfte für den Landkreis mit einer Änderung des Zuteilungsschlüssels. Außerdem müssten mehr externe Kräfte unbürokratisch die Lehrer entlasten, um Nachteile für die Kinder zu verhindern. Dutz plädierte für Jugendsozialarbeiter vor allem im Grundschulbereich. "Wir brauchen mehr Lehrer im Landkreis. Corona hat die Not verschärft", sprach der Kreisrat auch das hohe Durchschnittalter der Pädagogen an.

"Ich bin gerne dabei, wenn es um eine Art Resolution geht", versicherte Landrat Roland Grillmeier seinem Parteikollegen. In Realschulen, Berufsschulen und Gymnasien sei die Lage nicht so brisant. Aber im Bereich der Grund- und Mittelschulen bekomme der Landkreis gerade einmal fünf Lehramtsanwärter zugeteilt. Auf Beschwerden hin werde immer versichert, der Verteilerschlüssel sei für ganz Bayern gleich. Doch Anwärter aus dem Landkreis würden nach dem Studium immer woanders eingesetzt. "Wir müssen da am Ball bleiben", signalisierte er Unterstützung.

Eine weitere Anfrage im Kreisausschuss betraf das Thema Corona

Tirschenreuth
Toni Dutz.

 

 

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