Was das neue Jahr wohl so alles mit sich bringt in der Region? Über vieles lässt sich nur spekulieren, aber eines ist sicher: Hochspannung bei der Kommunalwahl. Und je näher sie rückt, desto intensiver wird der Wahlkampf – damit droht öfter auch ein fließender Übergang zum Wahlkrampf.
Dabei hat der Politwettstreit schon in der „staaden Zeit“ seltsame Blüten getrieben. So wurden Wahlwerbemittel auf einem Weihnachtsmarkt verteilt – oh, wie besinnlich! Spenden in einer Höhe, wie sie viele Bürger regelmäßig ganz im Stillen leisten, haben einige Kandidaten öffentlich zur Schau gestellt – oh, wie spendabel! Und Bierflaschen erhielten Etiketten mit Parteilogo und dem Spruch „Ohne Sprit läuft kein Motor“ – oh, wie kreativ!
Ganz nach dem Motto „Schlimmer geht immer“ dürften noch diverse Inszenierungen und Geschmacklosigkeiten folgen, gerade in der heißen Phase der Faschingssaison. Da könnte sich wiederholt die Frage stellen: Ist das noch Wahlkampf oder schon ein Narrenstück? Zu ertragen ist der absehbare Übereifer auf der Politbühne wohl auch diesmal am besten mit Gelassenheit und Humor.
Und bevor aus dem Kreis engagierter Wahlkämpfer wie vor der Landtagswahl 2018 erneut der Vorwurf auftaucht, der Autor dieser Zeilen würde Grundgedanken der Demokratie infrage stellen: Um Himmels willen, nein! Das Wahlrecht ist eines der wichtigsten Instrumente, die wir haben – und es ist absolut unentbehrlich, dass Gruppierungen und ihre Kandidaten für sich werben. Aber doch bitte mit Inhalten statt Phrasen und mit Bodenhaftung und Ernsthaftigkeit anstelle von Showeinlagen und Alberei.













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