26.01.2020 - 10:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

"Weiße Flecken" genauer im Blick

Der lückenlose Ausbau des Mobilfunknetzes ist dem Freistaat einiges wert. Um „weiße Flecken“ abzudecken, kann ein neues Förderprogramm abgerufen werden. Und das will Tirschenreuth natürlich nutzen.

Bei der Versorgung mit dem Mobilfunknetz sieht es regional höchst unterschiedlich aus.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bei der Stadtratssitzung stellten Vertreter der "Breitbandberatung Bayern (BBB)" die aktuelle Situation vor. Bei den "weißen Flecken" handle es sich um Bereiche, in denen nicht mit mindestens einem Netzbetreiber telefoniert werden kann. Und eben nur dort greife ein neues Förderprogramm, das die Errichtung eines Mobilfunkmastens mit bis zu 90 Prozent (maximal 500 000 Euro) bezuschusst. Arbeiten die Gemeinden mit den Nachbarkommunen zusammen, könne der Betrag um 50 000 Euro aufgestockt werden.

Masten bei Rosall

Beim Blick in die Karten entdeckten die BBB-Vertreter aufgrund von bekannten Daten verschiedene "weiße Flecken" im nordöstlichen Gemeindegebiet. Meist kleine Gebiete mitten im Wald und in der Flur, aber auch Bereiche um die Hendlmühle. Ein erster Kontakt mit den Mobilfunkbetreibern hätte als möglichen Standort für einen Masten die Anhöhe östlich von Rosall ergeben. Dort könnte sich ein Anbieter auch den Betrieb vorstellen.

Als ersten Schritt empfahlen die BBB-Vertreter, einen Förderantrag einzureichen. Selbst eine positive Entscheidung zwinge nicht, eine Maßnahme umzusetzen. Zugleich empfahl sich das Unternehmen auch als kompetenter Begleiter bei der weiteren Ausarbeitung. Der Stadtrat billigte einstimmig, den Förderantrag einzureichen und das Planungsangebot der BBB anzunehmen. Für die Leistungen der BBB werden im Haushalt 5700 Euro eingestellt. Manfred Zandt (Freie Wähler) war nicht so recht vom Nutzen überzeugt, zumal die wenigen Lücken nur in Wald- und Wiesenstücken vorhanden seien.

Optimalen Standort suchen

Paulus Mehler (CSU) stellte heraus, dass es primäres Ziel sein müsse, die Menschen zu versorgen. Daran müsse sich auch die Wahl des Standortes orientieren. Franz Stahl verdeutlichte, dass von der Maßnahme auch die umgebenden Gebiete profitieren würden. Allerdings gebe es bei diesem Förderweg keine andere Möglichkeit, als die "weißen Flecken" anzugehen. Konrad Schedl (Grüne) erwartete als ersten Schritt eine detaillierte Untersuchung.

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