15.11.2018 - 11:12 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Wertvolle Auszeit nach dem Abi

Lukas Blei ist seit seiner Kindheit mit dem ATSV Tirschenreuth fest verwurzelt. Derzeit absolviert der 18-Jährige ein "Freiwilliges Soziales Jahr" bei dem Verein. Ein Gewinn - sowohl für den jungen Mann als auch für den ATSV.

Lukas Blei bei der Trainingsbesprechung mit den F-Junioren des ATSV Tirschenreuth.
von Konrad RosnerProfil

Der 18-jährige Lukas Blei aus Tirschenreuth hat in diesem Jahr am Stiftland-Gymnasium sein Abitur gebaut. Nun legt er ein sogenanntes "Orientierungsjahr" ein, sprich er absolviert bei seinem Heimatverein ATSV Tirschenreuth ein "Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport". Zehn Monate, bis zum Juni 2019, ist er dabei für den ATSV aktiv und arbeitet jede Woche 38,5 Stunden.

Novum beim ATSV

Als besonderes Schmankerl hat er bereits den Übungsleiterschein C-Breitensport absolviert, dazu gehört auch ein Erste-Hilfe-Kurs und der Rettungsschwimmschein. In der Vereinsgeschichte des ATSV ist es das erste Mal, dass ein Jugendlicher ein "Freiwilliges Soziales Jahr" absolviert.

Lukas Blei ist seit Kindesbeinen, seit den F-Junioren, mit dem ATSV fest verwurzelt. Aktuell spielt er bei den A-Junioren Fußball. Da lag es nicht fern, beim ATSV ein "Freiwilliges Soziales Jahr" zu absolvieren. Jugendleiter Thorsten Ziegler brachte ihm diese Idee näher.

Die 38,5-Stunden-Woche beim ATSV ist voll ausgefüllt - unter anderem durch zahlreiche Trainingseinheiten mit Kindern und Jugendlichen. Dazu ist Lukas noch in der Organsiations- und Büroarbeit tätig, pflegt die Homepage des ATSV und ist für den Verein auch bei Facebook aktiv.

Die Büroarbeiten kann er größtenteils auf dem heimischen Computer erledigen, somit ist es ihm möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Die anderen 50 Prozent seines Engagement ist er auf dem Rasen oder in der Sporthalle aktiv, beim Training mit Kindern und Jugendlichen.

Lukas hat bei seiner Tätigkeit für den ATSV auch Anspruch auf Urlaub - 24 Tage stehen ihm für die zehn Monate zu. Als FSJler bekommt er ein monatliches Salär von 300 Euro, das jedoch kein Gehalt, sondern vielmehr als Taschengeld zu verstehen ist.

Auch in Schulen aktiv

Bisher ist der 18-Jährige von seinem "Orientierungsjahr" begeistert. "Es macht einfach Spaß, mit Kindern zu arbeiten. Vor allem, wenn man auch erste Erfolge sieht und alle so toll und motiviert mitziehen."

Lukas ist übrigens nicht nur beim ATSV aktiv, sondern begleitet seit Beginn des Schuljahres auch den Sportunterricht sowohl an der Grund- und Mittelschule in Tirschenreuth als auch am Stiftland-Gymnasium.

Für den ATSV Tirschenreuth ist Lukas Blei ein absoluter Glücksfall. Der große Vorteil ist natürlich, dass der junge Mann alle verantwortlichen Personen und die Strukturen beim ATSV von Kindesbeinen an kennt.

Bei dem Verein in der Kreisstadt ist der Abiturient vor allem für die F-Junioren- und die Bambini-Fußballer verantwortlich, die er mit sehr viel Akribie und großer Motivation trainiert. Bei den Trainingseinheiten kann er sich voll einbringen und steuert auch immer wieder neue Übungsformen bei, welche die Kinder mit großer Begeisterung annehmen.

Idealer Einstieg

Wie es nach dem "Orientierungsjahr" für ihn weitergeht, weiß Lukas Blei bereits. Der 18-jährige will dann Lehramt studieren. Das "Freiwillige Soziale Jahr" ist für dieses Vorhaben natürlich geradezu ein optimaler Einstieg.

Auch das gehört dazu: Lukas baut die Hallentore auf.
Informationen:

Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV), unter dessen Dach das „Freiwilliges Soziales Jahr im Sport“ absolviert werden kann, fordert eine eigenständige Umsetzung eines Projekts durch den Freiwilligen. Beim ATSV hat man sich deshalb vorgenommen, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Gütesiegel „Silberne Raute“, vergleichbar mit der Zertifizierung in der freien Wirtschaft, zu beantragen.

So kann der ATSV auch nach außen hin sichtbar demonstrieren, dass er in Führung, Organisation, sozialen Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen der Zeit gerecht wird.

Lukas Blei erhält in wöchentlichen Gesprächen von Vereinsseite ein Feedback zu seiner Arbeit. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die gegenseitigen Erwartungen am Ende des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ auch erfüllt werden.

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