01.03.2020 - 13:43 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Wertvolles Bindeglied zur Jugend

Der Jugendrat ist eine wichtige Institution im Ort. Und das lässt sich das Stadt im Jahr rund 5500 Euro kosten. Aber auch die Ratschläge der jungen Leute ist den Stadtoberen sehr wertvoll.

Lena Mayerhöfer und Lukas Üblacker stellten bei der Stadtratssitzung am Donnerstag die Arbeit sowie die Ideen des Jugendrates vor. Alle Stadträte bescheinigten den jungen Leute ein vorbildliches Engagement.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bei der Stadtratssitzung am vergangenen Donnerstag durften Jugendrat-Sprecherin Lena Mayerhöfer und ihr Stellvertreter Lukas Üblacker die Arbeit des Gremiums vorstellen. Dabei waren die Mitglieder des Stadtrates nicht nur von den Ideen und den verschiedenen Veranstaltungen beeindruckt, sondern lobten auch den Umgang mit den Finanzmitteln. Die beinhalten jedes Jahr auch einen Zuschuss der Stadt.

Im Kassenbericht zeigte sich aber, dass der Jugendrat sorgsam mit dem Geld umgeht. Zum aktuellen Datum stieg der Bestand von rund 7600 Euro Anfang 2019 auf fast 10 400 Euro an. "Wir wollen auch Mittel bereithalten, um die geschaffenen Anlagen pflegen zu können", formulierte Lena Mayerhöfer die Absicht des Jugendrates.

Erfahren, wie Jugend tickt

Zunächst unterstrich Bürgermeister Franz Stahl den Stellenwert des Jugendrates, durch den die Stadt auch erfahren würde, "wie die Jugend tickt". Und die Stadt wiederum würde sich den Wünschen der jungen Einwohner sehr aufgeschlossen zeigen, versicherte der Bürgermeister. In dem Zusammenhang verwies Stahl auch auf die Evaluierung des Stadtumbaukonzeptes im kommenden Jahr. Hier sollten verstärkt auch die Vorstellungen des Jugendrates mit berücksichtigt werden. Beim Blick auf die Arbeit des Jugendrates freute sich Stahl, dass sich die Führungsmannschaft verjüngt hätte und auch mehr Frauen mitwirken würden. In einem Rückblick gingen Lena Mayerhöfer und Lukas Üblacker im Detail auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr ein. Dabei nannten sie besonders die Arbeiten am Trimm-Dich-Pfad, bei dem alle Stationen renoviert wurden. Und der Jugendrat möchte sich auch um die Pflege der Anlage kümmern. Zu den herausragenden Aktionen zählten die beiden auch den Auftritt der Jugendbands beim Cooltour-Sommer, das Wettrutschen im Freibad, die Kinderdisco und natürlich die Jungbürgerversammlung. "Wir haben viele neue Ideen", versicherten die beiden Sprecher.

Fahrt zum Trampolinpark

In diesem Jahr steht im April eine Fahrt zum Trampolinpark nach Hof im Programm. Im Mai, beim Tag der Städtebauförderung am 16. Mai, der auch zugleich Jugendtag ist, soll dann die Erweiterung am Platz der Begegnungen eingeweiht werden. Mit dabei sein will auch eine junge Gruppe aus Lauf. Und in die Partnerstadt soll dann am 23. Mai der Gegenbesuch führen.

Weitere Termine in diesem Jahr: im Juni Paris-Fahrt; im August beim Ferienprogramm Wettrutschen im Freibad; im September Führung durch den neuen Lernstandort; im Oktober Kinderdisco; im Dezember Teilnahme an Betthupferl-Geschichten. Bürgermeister Stahl dankte den jungen Leuten für ihren Einsatz und bezeichnete den Jugendrat als Bindeglied zum Stadtrat. CSU-Fraktionssprecher Peter Gold beschrieb den Jugendrat als sehr gut strukturiert. In dem Gremium könnten die jungen Leute auch demokratische Abläufe erlernen und praktizieren. Günther Franz von den Freien Wählern war beeindruckt, was sich aus der Idee des Jugendrates entwickelt hat. Auch Gunar Prauschke (SPD) sowie Sport- und Jugendbeauftragter Huberth Rosner unterstrichen das Engagement. Dies setze sich fort, verwies Rosner auf die Kandidatur zwei früherer Jugendrat-Mitglieder auf zwei Listen zur Stadtratswahl.

Aus dem Stadtrat:

Zuschuss für das Rote Kreuz

Aus der Zuschauerperspektive musste Bürgermeister Franz Stahl am Donnerstag im Stadtrat den Punkt "Zuschuss für den BRK-Kreisverband" miterleben.

Nachdem Stahl auch Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes ist, übernahmnmmusste er seinem Stellvertreter Peter Gold kurzzeitig den Vorsitz. Doch auch der Peter Gold hatte es nicht schwer, das die Mitglieder des Gremiums von der bedeutenden Arbeit des Roten Kreuzes und der ehrenamtlichen Helfer zu überzeugen. In dem Antrag hatte das BRK vor allem um eine Unterstützung für die "Helfer vor Ort" gebeten, die die oft wichtige Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken würden.

Als "soziale Feuerwehr" seien in einigen Gemeinden auch die Nachbarschaftshilfen aktiv, schreibt das Rote Kreuz. Bei der Unterstützung bat das Rote Kreuz um einen Zuschuss von 35 Cent je Einwohner. Bei 8707 Personen ergibt dies einen Betrag von 3047,45 Euro.

Bereits vor drei Jahren hatte der Stadtrat schon einen jährlichen Zuschuss von 30 Cent je Einwohner beschlossen. Aufgrund der steigenden Betriebs- und Personalkosten hatte die Kämmerei vorgeschlagen, dem Antrag zuzustimmen und den Betrag auf 3100 Euro aufzurunden. Mit dem Vorschlag war der Stadtrat einverstanden. Kreisverband und Ortsverband müssen sich den Betrag je zu Hälfte teilen. Sofern es die Haushaltslage zulässt, sollen auch in den nächsten Jahren 35 Cent je Einwohner gewährt werden.

Bei der Sitzung stützte das Gremium weiter eine Eilentscheidung des Bürgermeisters. Franz Stahl hatte bereits der Anschaffung von elf Notebooks für die Mittelschule zugestimmt, nachdem eine Bestellung schnell erfolgen musste. Von den drei Angeboten hatte die Firma Gmeiner aus Tirschenreuth mit 6741,35 Euro den günstigsten Preis genannt. Die Notebooks würden aus dem Digitalbudget des Freistaates mit 90 Prozent gefördert, informierte der Bürgermeister.

Weiter berichtete der Bürgermeister von zwei Neueinstellungen. So wird Simone Zettl bis 24.Juli 2020 das Team im Kinderhaus Kunterbunt ergänzen. Danach will sie eine Weiterbildung vornehmen. Ralph Sailer wird ab dem 1. März im Bereich Stromversorgung in den Stadtwerken tätig sein.

Bei der Sitzung am Donnerstag beschäftigte sich der Stadtrat auch mit der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2018 der Stadt, der Spitalstiftung und der Stadtwerke. In diesem Zusammenhang erläuterte Franz Stahl auch die Einnahme von rund 17 000 Euro durch den Zweckverband Verkehrssicherheit. Die Stadt würde mit der Verkehrsüberwachung kein Geschäft machen, betonte der Bürgermeister. Schließlich hätte die Stadt zum Start der Arbeit des Zweckverbandes eine Einlage von 40 000 Euro bezahlt. Und müsste zunächst aufgearbeitet werden.

Ein "Brief ohne Absender" ist für den Bürgermeister normalerweise kein Anlass für ein Gespräch im Stadtrat. Am Donnerstag wollte er aber eine Ausnahme machen, nachdem der unbekannte Absender sich für eine Kinderbetreuung in den Oster- und Pfingstferien eingesetzt hat. Ein solches Angebot, so Stahl, sei im vergangenen Jahr gemacht worden. Jeweils für eine Woche in den Ferien hätten Eltern ein Betreuungsangebot nutzen können. Doch es sei kein entsprechendes Interesse vorhanden gewesen, so dass man das Angebot nicht umsetzen konnte, erläuterte der Bürgermeister.

Nochmal "nachhaken" musste Stadtrat Karl Berr (Wählergemeinschaft Umwelt) beim Punkt "Pflaster in der Koloman-Maurer-Straße und bei der Stadtpfarrkirche". Bereits zu Baubeginn des Hauses St.Elisabeth hätte die Wählergemeinschaft mündlich beantragt, das Pflaster in der Koloman-Maurer-Straße und an der Kirche zum Teil auszuwechseln.

Nachdem dies nicht passiert, folgte nun der schriftlich Antrag. Nachdem gerade viele ältere Mitbürger um Kirche und Haus St.Elisabeth unterwegs seien, sollte das Pflaster dringend verbessert werden, forderte Berr. Bürgermeister Stahl konnte die Aufregung nicht verstehen. So sei die Umsetzung schon im Haushalt enthalten. Das würde auch in den Unterlagen stehen, wusste Stahl und empfahl Berr, doch die Papiere genauer zu studieren. Das freilich will Berr auch getan haben. Und eine entsprechende Formulierung hätte er nicht finden können, wehrte sich der WU-Stadtrat gegen die Belehrung durch den Bürgermeister.

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