23.02.2021 - 12:50 Uhr
TrabitzOberpfalz

Bürgermeisterin kontert anonyme Beschwerden

Masken zu tragen ist zurzeit in vielen Situationen Pflicht. Die „Maske“ der Anonymität sei bei Kritik an gemeindlichen Maßnahmen allerdings stets unangebracht, stellte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung klar.

Schilder verbieten schon jetzt Abfallablagerungen an Heindlweiher und Grünbach. Mit einem Rundschreiben will Bürgermeisterin Pepiuk die Weiheranrainer daran erinnern, dass Gartenabfälle ausschließlich in Tonnen und Grüngutcontainer gehören.
von Bernhard PiegsaProfil

Anlass zu der kritischen Äußerung von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk boten zwei „namenlose“ Zuschriften, in denen „aufmerksame Bürger“ angebliche Versäumnisse bei der Pflanzung und Pflege von Sträuchern, Defekte an Straßenlaternen in der Siedlung Kurbersdorf und Grünabfallablagerungen unweit des Heindlweihers beklagten. Eine Nachprüfung habe ergeben, dass Pflanz- und Pflegezustand der fraglichen Sträucher den Vorschriften entsprochen hätten, merkte Pepiuk an.

Schadhaften Stellen schnell in Angriff nehmen

Trabitz

Auf die defekten Laternen habe die Gemeinde bereits mehrfach das „Bayernwerk“ hingewiesen: „Bisher blieb es leider immer bei der Ankündigung, man werde sich darum kümmern, ‚wenn wir mal in der Gegend sind‘.“ In Sachen Grünabfall am Grünbach werde man die Heindlweiheranrainer per Brief aufrufen, Grüngut und anderweitigen Abfall künftig nur noch per Biotonne, Grüngutcontainer oder Restmüll zu entsorgen. Alles in allem, so die Bürgermeisterin abschließend, sei unverständlich, weshalb die Urheber nicht namentlich zu ihren Reklamationen gestanden hätten: „Hierzu besteht kein Grund, und die Verwaltung wird künftig anonyme Schreiben nicht mehr beachten.“

Kein Einnahmenproblem durch Corona

Die Coronakrise hat nach Pepiuks Worten im vergangenen Jahr noch nicht auf die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde Trabitz durchgeschlagen: „Wir hatten sogar höhere Einnahmen als 2019.“ Dennoch habe der Freistaat der Kommune rund 27.000 Euro aus dem Fonds „Gewerbesteuerausfallersatz“ überwiesen. Je 49.300 Euro aus Landes- und Bundesmitteln seien als Zuschuss für die zweite Neugestaltungsstufe des Meierhofareals eingegangen. Bei der Vergabe von 60 Ster Gemeindeholz im Dezember seien für die Lose „Pichlberg“ und „Preißach“ Angebote abgegeben worden, nicht aber für das Los „Burkhardsreuth“.

O.K. für Bauwillige

Zur Kenntnis gab Bürgermeisterin Pepiuk ferner, dass ein Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage auf Flurnummer Preißach 372/6 allen Bebauungsplanvorgaben für das Baugebiet „Am Bühl“ entspreche und somit genehmigungsfrei gestellt werde. Der Bauantrag für den Umbau eines Wohnhauses mit Balkonanbau auf Flurnummer Preißach 665 liege bereits beim Landratsamt. Das gemeindliche Einvernehmen wurde für die Bauvoranfrage „Neubau einer Hackschnitzel- und Holzlagerhalle“ auf Flurnummer Preißach 813/3 und den Antrag auf Abbruch einer Doppelgarage nebst Carport sowie auf Errichtung zweier Doppelgaragen auf Flurnummer Weihersberg 117/5 erteilt.

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