13.02.2020 - 10:44 Uhr
TrabitzOberpfalz

„Energiewende mit Fleisch und Blut“

Klimaschutz und Nutzung regenerativer Energiequellen beschäftigen nach wie vor zahlreiche Kommunen. Auch Trabitz setzt sich intensiv damit auseinander.

Guten Mutes sind die Verantwortlichen der Genossenschaften "Neue Energien West" (NEW; rechts Geschäftsführer Bernhard Schmidt, Zweite von links Mitarbeiterin Alexandra Schopf) und "Bürger-Energie" (Zweiter von rechts: Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Dötsch) über die Ausbauperspektiven für die regionale regenerative Energieerzeugung. Das Nahwärmenetz in Trabitz (links Bürgermeisterin Carmen Pepiuk) arbeite zuverlässig.
von Bernhard PiegsaProfil

In seiner Rückschau zur Trabitzer Sitzung der „Bürger-Energie West“-Leitungsgremien blickte Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Dötsch auch auf die gleichermaßen aufrüttelnden wie aufklärenden Vorträge über Klimaschutz und Nutzung regenerativer Energiequellen zurück, die die Klimaexperten Michael Sterner und Harald Lesch auf Einladung der regionalen Energiegenossenschaften in Grafenwöhr und Kemnath gehalten hatten. Deren Fazit: „Wir brauchen eine Energiewende, die Fleisch und Blut hat.“

Immerhin, meinte Dötsch, seien im vergangenen Jahr bereits 46,2 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus regenerativen Energieträgern wie Wind- und Sonnenenergie, Biomasse und Wasserkraft gewonnen worden. Dabei stehe die Windkraft an erster Stelle. Bernhard Schmidt, Geschäftsführer der interkommunalen Genossenschaft „Neue Energien West“ (NEW), und Geschäftsleitungsmitarbeiterin Alexandra Schopf erinnerten an die letztjährige Zehnjahrfeier der Genossenschaften und den rege besuchten Informationsstand bei der Gewerbeschau Pega. Auch skizzierte Schmidt die Zukunftspläne, zu denen der weitere Ausbau des E-Tankstellen-Netzes „in Kooperation mit den Kommunen und nach Maßgabe der technischen und personellen Kapazitäten“ gehören solle.

Ferner unterstrich er, dass sich Investitionen in Solarenergieanlagen nicht zuletzt angesichts niedriger Modulpreise nach wie vor lohnten: „Damit rechnet sich eine Dachmodulanlage auch für Privatpersonen, zumal man ja auch Strom für den Eigenbedarf gewinnt.“ Alexandra Schopf informierte, dass zum Jahresende 2019 593 Kunden ihren Strom von der NEW bezogen hätten: 185 mehr als ein Jahr zuvor.

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