22.10.2018 - 14:05 Uhr

Trachtler pflegen die Heimat

Die Bärte und die Haarpracht, die sich einige Trachtler wachsen lassen, gehören nicht zum traditionellen Erscheinungsbild: Die brauchen sie fürs Passionsspiel. Einblicke wie diese gab es beim Oberpfälzer Gautrachtenverband in Kastl.

In Kastl hat das Trachtengebiet West eine neue Führungsriege gewählt. Bild: jp
In Kastl hat das Trachtengebiet West eine neue Führungsriege gewählt.

Auch Neuwahlen standen bei der Gebietsvertretung West auf dem Programm der Hauptversammlung im Kastler Forsthof. Der Gauverband West besteht aus zehn Trachten- und Gebirgstrachtenvereine in den Kreisen Neumarkt und Amberg. Dazu gehören die Trachtenvereine Auerbach, Königsstein, Stamm und Eisenwalzerboum Sulzbach-Rosenberg, Hoamatland Amberg, Vilstaler Kümmersbruck und die Kastler im Kreis Amberg sowie die Vereine Oberwiesenacker, Sindlbach und Almenrausch Neumarkt im Kreis Neumarkt. Vorsitzender im Gebiet West ist Eckehard Papenfuß (Amberg).

Einblick ins Trachtler-Leben

Routine waren in Kastl die Berichte des Vorsitzenden, des Schriftführers, über die Finanzen sowie Informationen weiterer Mitglieder der Gebietsführung. Danach kamen Aktivitäten der einzelnen Vereine zur Sprache. Etwa das Gauzeltlager in Auerbach 2019, für das die Verantwortlichen der Jugendarbeit auf großen Zuspruch setzen. Die Kastler feiern heuer ihr 50-Jähriges, die Kümmersbrucker 2019 ihr 85-Jähriges und die Ossinger Königstein hatten eine Trachtwallfahrt zum Breitenstein.

Zahlreiche Mitglieder von Almenrausch Neumarkt nehmen an den Passionsspielen 2019 teil: Dafür lassen sie sich jetzt schon Bart und Haare wachsen. Die Oberwiesenackerer waren mit einem Festwagen beim Erntedankzug in Fürth beteiligt, die Sindlbacher marschierten in Tracht im Oktoberfestzug mit. Die Sulzbach-Rosenberger berichteten unter anderem von der Woizkirwa.

Ein Stück Heimatgefühl

Kastls 2. Bürgermeisterin Monika Breunig betonte, dass die Pflege von Brauchtum und Mundart ein Stück Heimatgefühl sei. In der Aussprache wurde diskutiert, wo man Trachtenschneider findet und dass man entsprechende Adressen austauschen sollte. Einig waren sich alle, dass der Spruch "Sitt und Tracht der Alten, wollen wir erhalten" Brauchtumspflege und Mundart einschließt. Als bedauerlich sehen es die Trachtler an, wenn sie in der Öffentlichkeit auf ihre "Faschingskostüme" angesprochen werden. Gerade Heimattracht und Oberpfälzer Dialekt seien in der heutigen Zeit, in der Heimat wieder ein Lebensgefühl sei, untrennbar. Deshalb sollte beides gepflegt und an die Jugend weitergegeben werden: Schämen brauche man sich deshalb nicht, so das Fazit der Versammlung.

Info:

Führungsriege neu gewählt

Gebietsvertreter West: Eckehard Papenfuß

Stellvertreter: Willi Sossau

Schriftführer:Stefan Fuchs

Vortänzerin: Evi Kassecker

Vorplattler: Max Wichmann

Jugendleiterin: Silvia Götz

Stellvertreterin: Tina Falk

Trachtenwartin: Mathilde Forster

Gebietsmusikant: Peter Kraus

Musik- und Pressewart: Konrad Stauber

Brauchtums-/Theaterreferent: Christoph Martini.

 
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