Bereits am Samstag stellten die Kirwaleut den rund 30 Meter hohen und festlich geschmückten Baum auf. Abends unterhielt die Band Saparalot die Gäste. Gegen 15 Uhr kamen die acht Kirwapaare am Sonntagnachmittag, chauffiert im Pferdefuhrwerk von Stefan Hofmann aus Ehringsfeld, an. Auf der Reiser- Brücke musste er die Gesellschaft abladen, da der Zugang zum Marktplatz zugeparkt war. Unter den Klängen der Allerschynstn, einer neuen Kirwamusik-Formation ging es zum Festgelände, wo bereits eine große Schar an Besuchern bei herrlich sonnigem Herbstwetter auf den Auftritt der Tänzer wartete. Während der Gaudi derbleckten die Paare noch verschiedene Honoratioren und lokale Ereignisse. So erzählte man sich, dass der Bürgermeister die Osterbrunnenhelfer zum Dank ins nahe Gasthaus geschickt hatte, obwohl dieser Ruhetag hatte. Außerdem habe die Feuerwehr nach einem Einsatz einen Kameraden auf dem Autodach vergessen. In die Bar bei der Kirwa in Pfaffenhofen dürfe man nur mit Hausschlappen rein, weil ein neuer Teppichboden verlegt wurde. Beim Bürgerfest in Kastl hat die Gmoa wieder a mal gespart. Nach über einer Stund hatte man gemerkt, ohne Strom ist die Band ganz schön fad. Weiter ging die Geschichte mit einem Kastler, der in seinem Sures vom Stuhl gefallen ist, und sich dabei die Nase gebrochen hat.
Nach diesen schweißtreibenden Gesangseinlagen kam man dann zum Höhepunkt der Roumkirwa 2018: dem Ermitteln des Oberkirwapaares. Außerdem zeigten die Tänzer bei Boarischen, Zwiefachem und Schottisch, was man in anstrengenden Übungsabenden so alles gelernt hat.
Nach rund einer dreiviertel Stunde verstummte die Musik der Allerschynstn. Lena Nürnberger und Felix Geitner, beide aus Kastl, hielten den Blumenstrauß in ihren Händen, was sie zum Oberkirwapaar bestimmte. In einer Hauruck-Aktion nagelten Johann Kölbl und Max Schuller ihre Tanzschuhe mit einem schmiedeeisernen Nagel an den Kirwabaum. Das Zeichen, dass sie als aktive Kirwaburschen aufhören. Ab 17 Uhr sorgten die Kastler Urgesteine, die Steyrer Music Company für passende Kirwastimmung. Auch traten die Kastler Goaßlschnalzer in Aktion.
Am Montag hieß es wieder „Der Bär ist los“, der sich nach alter Sitte unter das Volk mischte und für schwarze Gesichter und Aufregung sorgte. Den Kirwabär gab diesmal Michael Kölbl, den Treiber Max Schuller. Auch das Kastler Altenheim wurde besucht, da man etwas Abwechslung in der Alltag der Heimbewohner bringen wollte. Natürlich musste so ein Viech auch gewaschen werden und so gab es ein erfrischendes Bärenbad in der Lauterach. Abends unterhielt die Band Spritztour. Das Finale war die Verlosung des Kirwabaums. Glücksfee Lena zog die Lose und Manfred Braun hatte das Glück des Tüchtigen mit dem Baumlos. Er gab den Gewinn zur amerikanischen Versteigerung zurück und danach hatte Theresa Schüller das Glück, und bekam das Wahrzeichen.
















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