06.12.2018 - 18:15 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Batteriespeicher im Blickfeld

In der Tanzmühle befindet sich einer der größten Lithium-Ionen-Speicher Bayerns mit einer Netzanschlussleistung von 12 500 Kilowatt. Er gehört zur Kraftwerksgruppe Pfreimd.

Der Batteriespeicher in der Tanzmühle stand im Mittelpunkt des Interesses von MdB Albert Rupprecht (links). Ihn begleiteten (von links) Werksleiterin Jasmin Rainer, die Energieexperten Martin Zetter und Dr. Karl-Peter Thelen von Engie sowie Bürgermeister Max Völkl (Tännesberg).
von Richard BraunProfil

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht, bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag, machte sich ein Bild von der innovativen Technologie. Die Engie Deutschland betreibt am Standort der Kraftwerksgruppe Pfreimd Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerke in Trausnitz, Tanzmühle und Kainzmühle. Dazu gehört noch der Hochspeicher bei Großenschwand. Ihre Hauptaufgabe liegt darin, das Stromnetz stabil zu halten. Die hochflexiblen Maschinensätze eignen sich hervorragend für ein Verbinden mit anderen Reglerkapazitäten wozu der Batteriespeicher zählt. "Die Besonderheit unseres Batteriespeicherprojekts ist, dass wir eine innovative Technologie mit einer bewährten Technologie kombiniert haben. Damit leistet die Kraftwerksgruppe Pfreimd einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Energiewende", informierte die Kraftwerkleiterin Jasmin Rainer die Besucher.

Genau diese Technologie und deren genauen Hintergründe standen im Fokus des Abgeordneten. Detaillierte Auskünfte dazu erhielt Albert Rupprecht, der von Bürgermeister Max Völkl aus Tännesberg begleitet wurde, von Karl Peter Thelen und Martin Zetterer von Engie Deutschland, die mit dieser Thematik bestens vertraut sind. Die Energieerzeugung wird zunehmend dezentral und erneuerbar. Viele kleine Erzeugeranlagen speisen je nach Wind und Sonne unregelmäßig Strom in das Stromnetz ein. Um das Netz stabil zu halten, werden Speicher benötigt, die sekundenschnell Abweichungen im Stromnetz ausgleichen können und dafür die Regelenergie bereitstellen.

Diese Fähigkeit haben sowohl Batteriespeicher als auch moderne Pumpspeicher. "Die Pumpspeicherkraftwerke an der Pfreimd liefern bereits heute fünf Prozent der Regelenergie für das deutsche Netz", berichtet die Kraftwerkleiterin nicht ohne Stolz. "Dafür hat der Energiekonzern in den letzten Jahren 20 Millionen Euro in den Standort investiert." Die Speichertechnologie sei "noch immer nicht den Kinderschuhen entwachsen. Der richtige Durchbruch ist noch nicht geschafft", musste Karl Peter Thelen eingestehen. Wo genau der Weg hinführt, ist noch völlig unklar, so Martin Zetterer. Diese Lösung in die richtige Spur zu bringen, ist nicht nur Aufgabe der Industrie. Auch die Politik sei hier gefordert, sind die Experten von der Komplexibilität der Aufgabe überzeugt.

Als forschungspolitischer Sprecher sitzt MdB Albrecht Rupprecht mit an den Schalthebeln. Von den Fachleuten des Energiekonzerns erhielt er wichtige Anregungen für das weitere Vorgehen. "Der Batteriespeicher bei Tännesberg ist nur eines von vielen Beispielen für die Innovationsfreude der nördlichen Oberpfalz, die unsere Region so stark macht", ist Albert Rupprecht überzeugt, dass gemeinsam der richtige Weg gefunden wird.

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