Petra Baierl und Sonja Bodensteiner haben es geschafft, in der kurzen Zeit „Nägel mit Köpfen“ zu machen, wie sich in der angesetzten Nominierungsversammlung im Gasthaus Hoch zeigte. 24 Bewerber für ein Gemeinderatsmandat, mit einer hohen Frauenquote mit zehn Bewerberinnen. Da lässt man aufhorchen, die Liste wurde einstimmig angenommen.
Dann ging es um die Aufstellung von Petra Baierl als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl. Mit einer ausführlichen Vorstellung überraschte sie positiv.
Die 51-jährige kaufmännische Angestellte, verheiratet und Mutter von drei Söhnen zeigte ihren beruflichen Weg nach dem Abitur auf. Im Umgang mit einer Männerdomäne zuhause erprobt, müsse sie immer wieder ihre Durchsetzungskraft unter Beweis stellen. Um Dinge voran zu treiben, könne das durchaus in der Kommunalpolitik förderlich sein. Sie habe bereits begonnen, ein politisches Netzwerk aufzubauen. So sei sie Kandidatin der Freien Wähler auf der Landkreisliste. Mit inhaltlichen Themen, die ihr unter den Nägeln brennen und alle aktuell betreffen, wolle sie vor die Wähler treten. Ganz oben stehe das Zusammenwachsen von Bechtsrieth und Trebsau. Da ist nicht nur die Bundesstraße die Trennlinie dazwischen. "Mir konnte noch keiner sagen, wo der ,Grant' herkommt", sagte Baierl. Das „blaue Haus“ am Ortseingang von Trebsau stelle sie sich als Mehrgenerationenhaus und Ort der Begegnung vor. Dieses mit Leben auszufüllen, habe sie auf der Agenda. Ebenso auch die interkommunale Zusammenarbeit. Dabei denke sie an Irchenrieth. Ein Baugebiet sei sicher schwierig, aber nicht unmöglich.
Finanziell sehe es für sie so aus, dass die Gemeinde immer Geld ausgibt, aber die Einnahmen vernachlässigt. Die Weiterführung der bereits laufenden Projekte sei natürlich selbstverständlich. Dabei würde sie aber vor allen Dingen einen kostenbewussteren Ausbau der Grundschule ins Auge fassen. Inwieweit der neue Gemeinderat noch in die Stromtrasse eingreifen kann, müsse sich zeigen. Sie jedenfalls habe sich hier bereits im Vorfeld engagiert. Baierl führte da ein Treffen mit Landrat Andreas Meier und auch den Auftritt in der Fernsehsendung „Jetzt red i“ an.
Die Einbindung der Bürger in die Entwicklung der Gemeinde liegt ihr am Herzen. In „Werkstattgesprächen“ bei Maßnahmen mit Fachleuten und Politikern soll auch der Bürger einbezogen werden. Ebenso plädierte Baierl für offene Fraktionssitzungen. "Wir brauchen Ziele für Bechtsrieth und Trebsau, die über das Bestehende hinausgehen und kein 'Weiter so'", schloss die Kandidatin unter Applaus. Karl Meier vom Kreisverband der Freien Wähler zeigte sich stolz darüber, dass sich der neue Ortsverband so schnell für die Kommunalwahl „mit der besten Frauenquote im Landkreis“ aufgestellt hat.
Die Liste der Freien Wähler Bechtsrieth/Trebsau
1. Petra Baierl (51), Kaufmännische Angestellte, Trebsau; 2. Sonja Bodensteiner (48), Standesbeamtin, Trebsau; 3. Christian Koller (40), Heizungsbauer, Trebsau; 4. Sabine Bodensteiner (49), Heilpädagogin, Trebsau; 5. Christian Zimmermann (47), Dipl. Ing. Holztechnik, Trebsau; 6. Reinhard Eggmeier (51), Kfz-Mechaniker, Trebsau; 7. Erika Cibis (62), Kosmetikerin, Trebsau; 8. Sandro Wirth (38), Industriekaufmann, Trebsau; 9. Barbara Hoch (26), Studentin, Trebsau; 10. Timo Hirmer (27), Anlagenmechaniker, Trebsau; 11. Dieter Siegler (63), Haustechniker, Trebsau; 12. Diana Berger (45), Kinderkrankenschwester, Trebsau; 13.Wolfgang Bayer (58), Berufskraftfahrer, Trebsau; 14. Reinhard Karl (71), Selbstständiger Unternehmer, Bechtsrieth; 15. Kester Baierl (19), Student, Trebsau; 16. Sergej Neumann (34), Signalmechaniker, Trebsau; 17. Yvonne Scheffel (33), Kauffrau Dialogmarketing, Trebsau; 18. Nicole Wirth (34), Chemielaborantin, Trebsau; 19. Martina Prell (50), Medizinische Fachangestellte, Trebsau; 20. Werner Schwab (50), Produktmanager, Trebsau; 21. Tanja Gerstmann (44), Bürokauffrau, Trebsau; 22. Felix Schlecht (22), Bürokaufmann, Trebsau; 23. Thomas Weber (58), Zollbeamter, Trebsau; 24. Wolfgang Bodensteiner (47), Selbstständiger Unternehmer, Trebsau.














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