21.10.2021 - 11:56 Uhr
Trisching bei SchmidgadenOberpfalz

Zehn neue Parzellen im Industriegebiet Trisching

Bald gibt es wieder Flächen für Firmen-Neubauten in Trisching. Der Gemeinderat hat den Weg für die Erweiterung des Industriegebietes freigemacht. Profitieren sollen eher kleine Unternehmen.

Blick auf Trisching mit der Pfarrkirche im Hinter- und dem Gewerbegebiet im Vordergrund. Die Fläche Richtung Sportplatz soll jetzt auch Industriegebiet werden.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Der Wirtschaftsstandort Trisching boomt. "Wir haben sehr viele Anfragen von Gewerbetreibenden", berichtete Bürgermeister Josef Deichl am Mittwochabend in der Gemeinderatssitzung. "Es tut sich da gerade unglaublich viel." Deswegen packt die Gemeinde Schmidgaden jetzt die Erweiterung des Industriegebiets Trisching an. Das Gremium beschloss einstimmig, den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen. Vorgesehen sind eher kleine Parzellen, kein dicker Brummer für eine Mega-Ansiedlung.

Auch Auto-Imperium erweitert

Das 44.100 Quadratmeter große Areal schließt sich Richtung Westen an das bestehende Industriegebiet an der Autobahnauffahrt an. Das Industriegebiet rückt damit ein Stück näher an den Sportplatz heran. Vorgesehen sind zehn neue Parzellen mit Größen zwischen 2854 und 4888 Quadratmetern. Die Erschließung erfolgt über die bestehende Anbindung zur Staatsstraße 2040. Von dieser Straße aus führt eine Stichstraße in das neue Areal. Zwei Wendehämmer sollen dafür sorgen, dass auch Lastwagen problemlos wenden können. Auch eine 2500 Quadratmeter große Erweiterungsfläche für die Firma Auto-Imperium ist berücksichtigt.

Die Gemeinde hat das Grundstück vor acht Jahren erworben. Mittendrin steht derzeit noch eine ehemalige Trafo-Station, die aber abgebrochen werden soll. "Das Gelände ist von der Topografie her etwas schwierig", erklärte Fabian Biersack vom Planungsbüro Preishl und Schwan aus Burglengenfeld. Bei allen Planungen müsse das Gefälle Richtung Süden berücksichtigt werden. Deswegen seien auch relativ kleine Parzellen gewählt worden.

An künftige Erweiterung denken

Eine kurze Diskussion entspann sich über die Straßenführung. Gemeinderat Jens Tölg warf die Frage auf, ob eine Anbindung an eine potenzielle Erweiterungsfläche zum Sportplatz hin sinnvoll sei. Diese zusätzliche Straßenfläche ginge aber zu Lasten des Baulands, erklärte Stadtplaner Biersack. Auf Anregung von Gemeinderat Martin Bauer soll die Gemeinde auf die Nutzung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern drängen. Eine solche Vorgabe könne in den Verkaufsverträgen festgelegt werden, erläuterte Biersack. Nachdem demnächst der Grünordnungsplan fertig ist, können die Bürger die Planungsunterlagen zum ersten Mal einsehen. Auch die zuständigen Behörden geben dann ihre Einschätzung zu dem Vorhaben ab.

Auch auf der anderen Seite des Dorfes tut sich was. Wie bereits in der September-Sitzung des Gemeinderates beschlossen, soll der Friedhof in Trisching umgestaltet werden. Der Friedhof soll unter anderem ein neues Urnengräberfeld und eine Wiese für Baumbestattungen erhalten, außerdem ist ein barrierefreier Zugang zur Toilette hinter der Aussegnungshalle und eine Befestigung des Hauptweges geplant. Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch aus Amberg präsentierte nun die konkretisierten Pläne. Den Gemeinderäten war es ein Anliegen, die Kosten noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Nach einigem Hin und Her entschied sich das Gremium doch dafür, den Platz zwischen Kirche und Leichenhaus mit Granit pflastern zu lassen, auch wenn diese Lösung etwas teurer kommt als die Beton-Variante. Insgesamt beläuft sich die aktuelle Kostenschätzung auf 155.000 Euro netto. Durch dieses Vorhaben und auch die vorgesehene Umgestaltung am Friedhof in Schmidgaden werden die Nutzungsgebühren in Zukunft deutlich steigen. Für eine genaue Kalkulation ist es aber noch zu früh.

Umbauarbeiten am Friedhof in Trisching

Schmidgaden
Info:

Industriestandort Trisching

  • Links und rechts der Anschlussstelle Schmidgaden an der Autobahn A6 ist in Trisching ein florierendes Industrie- und Gewerbegebiet entstanden.
  • Angesiedelt haben sich unter anderem ein Supermarkt und eine Tankstelle.
  • Die Gemeinde verzeichnet eine hohe Nachfrage nach weiteren Gewerbeflächen, nicht nur in Trisching, sondern auch in Schmidgaden.
  • Mit den Industrieansiedlungen geht ein erhöhter Bedarf an Wohnimmobilien einher.
  • Die Gemeinde Schmidgaden hatte zum Jahreswechsel 2974 Einwohner, Tendenz steigend.

 

 

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