30.09.2019 - 10:09 Uhr
Tröbes bei MoosbachOberpfalz

Abschied auf Afrikanisch

Beim Gottesdienst im afrikanischen Ritus war die Kirche voll besetzt. Kein Wunder, denn der Heimaturlaub des in Tröbes geborenen Kongo-Missionar Pater Ferdinand Bodensteiner geht langsam zu Ende.

Eine besondere Atmosphäre verbreitete der Gottesdienst mit Pater Ferdinand aus dem Kongo mit afrikanischen Liedern, Rhythmen und Gesten durch die Singgruppe Taktvoll am Sonntag in der Kirche Tröbes.
von Peter GarreissProfil

Es war ein Abschiedsfest, verbunden mit dem Erntedankfest. Pater Ferdinand begrüßte die Gläubigen in der Sprache des Landes, in dem er nun schon seit fast 50 Jahren für die Ärmsten der Armen wirkt. „Ngai oyo nayoki e“ erklang das Begrüßungs- und Eingangslied in kongolesischer Sprache. „Die Singgruppe „Taktvoll“ hatte so manches kongolesische Lied einstudiert und dabei gingen die Sänger und schnell auch die Gläubigen mit rhythmischen Bewegungen und Gesten mit. Auch die Mädchen und Buben, die an den Seiten des Altars standen machten mit.

Nach dem „Ehre sei Gott in der Höhe“, „Nkembo“ (Gloria) auf kongolesisch hielt der Pater eine eindrucksvolle Predigt, in der er die Situation an seinem Wirkungsort schilderte. Er dankte dem Verein „Missionsbrücke“, dass der nun auch die Instandsetzung von Straßen in sein Programm aufgenommen habe und dafür finanzielle Unterstützung leiste. Der Vorsitzende der Missionsbrücke Tröbes Bernhard Rom berichtete von einem Besuch des Geschäftsführers der Mission im Kongo.

Die Singgruppe unter Leitung von Martina Irlbacher, begleitet von Musiklehrer Hans Karl an der E-Orgel, Jakob Rom an der Gitarre und Claudia Schmid an der Querflöte, hatte noch so manches Lied auf Lager. Innig beteten alle das Vater unser (Tata wa biso) in kongolesischer Sprache bis mit Kommunion „Kumbaya Mokonzi“ und dem Schlusslied (Tosepela toyemba) der Gottesdienst ausklang. Die Fürbitten trugen Gabi Hagn und Ulrike Schwingl vor.

Der Missionar freute sich über den baldigen Besuch von Ulrike Guttenberger und Richard Reger im Kongo. Guttenberger habe Kurse in Naturmedizin gemacht, um gegen die Malaria anzukämpfen. Arzneien dafür werden im Kongo immer teurer und deshalb hielt er die Informationen der Moosbacherin in seiner Missionsstation für sehr wertvoll. Auf den „Mann für alles, Richard Reger“ warte im Kongo schon viel Arbeit. Pater Ferdinand war es ein großes Anliegen, dem Verein „Missionsbrücke“ und allen Spendern für die große Unterstützung zu danken. Dadurch werde ihm die Arbeit im Kongo leichter gemacht.

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