06.12.2020 - 11:27 Uhr
Unterklausen bei HirschbachOberpfalz

Erster Einsatz für Amberg-Sulzbacher Feuerwehr-Drohne

Innerhalb von 48 Stunden wurde die neue Fachgruppe Drohne des Landkreises Amberg-Sulzbach gleich drei Mal alarmiert. Bei einer Vermisstensuche am Freitagabend flog das ferngesteuerte Fluggerät der Feuerwehr seinen ersten richtigen Einsatz.

von Florian Schlegel (egl)Profil

Seit Kurzem hat die Feuerwehr im Landkreis Amberg-Sulzbach zehn geprüfte Drohnen-Piloten und das passende Fluggerät. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde die neue Fachgruppe zusammen mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) vergangene Woche drei Mal alarmiert. Bei zwei Brandeinsätzen im nördlichen Landkreis war ihr Einsatz noch nicht nötig gewesen, am Freitagabend, 4. Dezember, dann aber ging das ferngesteuerte Fluggerät erstmals in die Luft – abgesehen von den vielen Übungen zuvor natürlich. Und die hatten sich gelohnt, erzählte Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl am Sonntag. "Dank der langen und guten Vorbereitung hat alles super funktioniert." Unter seiner Leitung war die Fachgruppe Drohne am Freitag zu einer Vermisstensuche nach Unterklausen in der Gemeinde Hirschbach ausgerückt. Vor Ort suchte man mit den Feuerwehren Eschenfelden, Hirschbach und Achtel nach einer vermissten Person.

Mehr zur neu gegründeten Fachgruppe Drohne der Amberg-Sulzbacher Feuerwehr

Kümmersbruck

Im Laufe des Einsatzes verlagerte sich die Suche in den benachbarten Landkreis Nürnberger Land. Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Hans Sperber versetzten zusammen mit der Fachgruppe Drohne zum neuen Einsatzort. Dort besprachen sie landkreisübergreifend mit dem örtlich zuständigen Kreisbrandrat Norbert Thiel die weitere Vorgehensweise. Für die Feuerwehren aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach war daraufhin der Einsatz nach gut eineinhalb Stunden beendet, die Feuerwehren aus Happurg und Hersbruck übernahmen.

Doch die Fachgruppe Drohne blieb vor Ort. Im Landkreis Nürnberger Land gibt es zwar ebenfalls eine, doch die ist in Schwarzenbruck stationiert. "Die Anfahrt hätte zu viel Zeit gekostet", erklärte Daubenmerkl. Somit durften die Amberg-Sulzbacher Drohnenpiloten ihren ersten Einsatz fliegen.

Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und der Kreisbrandinspektion aus dem benachbarten Regierungsbezirk funktionierte hervorragend, lobte Armin Daubenmerkl. Mit mehreren Booten und der Drohne konnte letztendlich eine leblose Person gefunden werden. Nähere Informationen zu den Umständen sind derzeit nicht bekannt.

Feuerwehr Amberg-Sulzbach bildet eigene Drohnenpiloten aus

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