Ursensollen
10.06.2022 - 05:38 Uhr

80-Jähriger bei Brand schwer verletzt

In Ödgötzendorf ist am Donnerstag ein Haus niedergebrannt. Der 80-jährige Bewohner hat sich schwere Verletzungen zugezogen, ist aber außer Lebensgefahr. Nun ermittelt die Kriminalpolizei Amberg.

Nur gut, dass die Feuerwehren im Landkreis Amberg-Sulzbach auch in kleineren Ortsteilen vertreten sind. Kreisbrandrat Fredi Weiß betont: "Auch wenn der Bedarf oft in Frage gestellt wird. Sie sind schneller vor Ort, haben Ortskenntnis und können schnelle Maßnahmen einleiten."

So war es auch am Donnerstag, als um 22.02 Uhr ein Alarm bei den Feuerwehren einging. Ein Doppelhaus in Ödgötzendorf bei Ursensollen war in Flammen aufgegangen. Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr Garsdorf mit dem Kommandanten Andreas Pechtl innerhalb von zehn Minuten eintraf, war ein Teil des Gebäudes schon im Vollbrand. Dennoch verhinderte ihr Einsatz, dass das Feuer von einer Doppelhaus-Hälfte auf die andere übergriff. Dass die Feuerwehrmänner und -frauen so schnell reagieren, sei gar nicht wertvoll genug einzuschätzen, erklärt Weiß.

In Fachklinik verlegt

Mit einer sogenannten Riegelstellung im Außenbereich verhinderten die Helfer Schlimmeres. Eine solche kam beispielsweise auch beim Brand in Hohenburg vor zwei Jahren zum Einsatz. Dadurch ist damals verhindert worden, dass der halbe Ortskern abbrannte.

Weil in Ödgötzendorf so viel Löschwasser notwendig war, wurden noch zusätzlich ein Löschfahrzeug (TLF3000) der Feuerwehr Haselmühl und der AB-Tank der Feuerwehr Amberg beordert. Der Schaden des bis auf die Grundmauern niedergebrannten Hauses beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 150 000 Euro. Der 80 Jahre alte Bewohner konnte sich noch selbst ins Freie retten, musste aber ins Klinikum St. Marien nach Amberg gebracht werden. Wegen der schweren Verletzungen (Brandverletzungen und Rauchgasvergiftungen) ist der Senior in eine Fachklinik verlegt worden. Nach Auskunft der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz ist der 80-Jährige aber außer Lebensgefahr. Auch im anderen Teil der Doppelhaushälfte hielt sich eine Person auf, die aber gerettet werden konnte.

Hilfreiche Drohnenaufnahmen

Die Ursache für den Brand ist bisher noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei Amberg verschafft sich am Freitag einen Überblick vor Ort. Hilfreich dürften den Beamten sicherlich auch Drohnenaufnahmen sein, die dabei gemacht worden sind. Mittlerweile ist es zum Standard geworden, dass bei solch großen Einsätzen Bilder aus der Luft gemacht werden.

Auch Ursensollens Bürgermeister Albert Geitner war bereits vor Ort. Insgesamt 100 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes waren in der Nacht auf Freitag im Einsatz. Neben den Feuerwehren Garsdorf, Hohenkemnath, Ursensollen, Amberg und Haselmühl wurden die Unterstützungsgruppen Örtliche Einsatzleitung und die Fachgruppe Drohne der Feuerwehr Kümmersbruck alarmiert. Als Einsatzleiter fungierte Kreisbrandinspektor Armin Daubenmerkl.

 
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