05.08.2019 - 13:58 Uhr
UrsensollenOberpfalz

B299 rückt wieder in den Fokus

Der Ausbau der B 299 zwischen Ursensollen und Kastl ist so etwas wie die Unendliche Geschichte von und mit dem Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU). Immerhin hat es das Projekt jetzt in die Planungsreife geschafft, wie er sagt.

Vor allem unter dem Schwerverkehr leidet die Gemeinde Ursensollen ungemein. Die Ortsumfahrung soll diesen Missstand beheben. Die ist zumindest in die Planungsphase eingetreten.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Im Rathaus von Ursensollen traf MdB Alois Karl jetzt mit den Bürgermeistern von Ursensollen und Kastl, Franz Mädler und Stefan Braun, mit Landrat Richard Reisinger sowie Henner Wasmuth und Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, in dessen Aufgabenfeld die Ertüchtigung der Bundesstraße fällt. Wie Karl nach dem internen Gespräch sagte, hat es das Gesamtprojekt nach langen Jahren inzwischen wenigstens ins Planungsrecht geschafft. Damit kann das Bauamt schon einmal alle Voraussetzungen für das Baurecht schaffen - es fehlt dann nur noch das Ok aus Berlin, damit gebaut wird.

Planung bis Mitte 2021

Bis Mitte 2021, so das Ziel, soll die Planung stehen, die im Wesentlichen die Ortsumgehung von Ursensollen sowie eine neue Trassenführung direkt vor dem Kastler Berg sowie eine Verbreiterung und Begradigung auf der aktuellen Trasse umfasst. "Wir wollen die Strecke in einen vernünftigen Zustand versetzen", sagt Alois Karl. Und Kastls Bürgermeister Stefan Braun ergänzt, damit werde ein unfallträchtiger Abschnitt der B 299 in Angriff genommen. "Die neue Trasse wird im Gemeinderat sehr positiv gesehen", sagte Braun.

Zudem laufe die "neue" Straße im Gegensatz zu heute dann etwas entfernt vom FFH-Gebiet, das naturrechtlich geschützt ist. "Für uns wäre die Umgehung tatsächlich eine Bereicherung", führte Franz Mädler aus. Immerhin hat Ursensollen künftig rund 1300 Arbeitsplätze auf Gemeindegebiet, die von den Beschäftigten und Zulieferern erreicht werden müssten. Da würde eine Entlastung des Ortskerns schon gut tun, betonte Mädler. "Wir brauchen hier Verbesserungen", sagte er im Bewusstsein, seinen Gemeinderat hinter sich zu wissen. "Ich habe sowieso nie kapiert, warum die B 299 ab der Landkreisgrenze zu Neumarkt so gut ausgebaut ist", sagte schmunzelnd mit Blick auf den Neumarkter Alois Karl Landrat Richard Reisinger.

Wichtig sei es, jetzt auch einmal die Bundesstraße 299 in den Fokus zu nehmen, sagte der so "Gescholtene". Bisher habe man sich im Bereich Amberg-Sulzbach hauptsächlich um die B 85 gekümmert. Dabei umfasst die B 299 laut Karl auf einer Strecke von rund 90 Kilometern zwischen der Landkreisgrenze im Norden bei Tanzfleck und Neumarkt zahlreiche Gewerbegebiete mit einem stetig wachsenden Aufkommen von Schwerlastverkehr. Bei der Ortsumgehung von Tanzfleck seien die Weichen gestellt, nun gelte es auch zwischen der Autobahnauffahrt zur A 6 in Ursensollen und Kastl etwas voran zu bringen.

Rund 25 Millionen Euro

Rund 8,8 Millionen Euro würde die Ortsumgehung von Ursensollen ungefähr kosten - nach den aktuellen Schätzungen, die sich aber angesichts der rasanten Preisentwicklung auf dem Bau schnell nach oben bewegen können. Gut 25 Millionen Euro veranschlagt das Staatliche Bauamt für die "Entschärfung" hinter Ursensollen und das neue Teilstück vor dem Kastler Berg. Die Verkehrsbelastung liegt bei Kastl bei rund 4200 Kfz/24 Stunden plus 700 bis 750 Lkw. Bei Ursensollen sind es rund 5000 Kfz/24 Stunden und einem Schwerverkehr in ähnlicher Größenordnung wie in Kastl.

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