30.10.2020 - 14:43 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Eröffnungsfeier auf dem Grammer-Campus in Ursensollen

Die größte Baumaßnahme der 140-jährigen Unternehmensgeschichte: Normal ein Grund für eine pompöse Feier. Wegen Corona waren auf den Grammer-Campus allerdings nur 20 Gäste geladen.

Bei der offiziellen Eröffnungsfeier des Grammer-Campus waren unter anderem Grammer-Vorstandsvorsitzender Thorsten Seehars, Ursensollens Alt-Bürgermeister Franz Mädler und Landrat Richard Reisinger (Zweiter bis Vierter von rechts) vertreten.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Bei Unternehmens-Veranstaltungen wird gerne vom Meilenstein gesprochen, oft inflationär verwendet. Bei der offiziellen Eröffnung des Grammer- Campus in Ursensollen fiel der Begriff nicht – wäre in diesem Fall aber sogar angebracht gewesen. Immerhin hat Global-Player Grammer für das Projekt über 70 Millionen Euro in die Hand genommen. Die Bauzeit betrug zweieinhalb Jahre. Vorstandsvorsitzender Thorsten Seehars sprach bei der offiziellen Feier am Donnerstagnachmittag vom „größten Bauprojekt unserer Unternehmensgeschichte“; eine bereits 140 Jahre andauernde. Neben der Konzernzentrale sind in Ursensollen nun auch das neue Technologiezentrum sowie das erweiterte Design- und Ergonomie-Labor untergebracht.

Dass letztlich nur 20 Gäste geladen waren, statt dem Anlass entsprechend groß zu feiern, ist der Coronapandemie geschuldet. Politiker, Presse, Architekten und Vertreter der Baufirma gehörten zum erlesenen Kreis. Landrat Richard Reisinger sprach treffend von einem „Veranstaltungsformat, das sehr von Understatement geprägt ist“. Dabei sei seit dem Spatenstich etwas Zukunftweisendes erwachsen – „in einer Gemeinde, die schon mit dem Planetarium in die Sterne blickt“.

Grammer: So schaut die neue Konzernzentrale in Ursensollen von innen aus

Ursensollen

Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Unternehmen habe gut funktioniert, erklärte Reisinger. „Herr Badura (der Projektleiter des Neubaus, Anm. d. Red.) wird bestätigen, dass wir keine bürokratischen Verhinderer, sondern pragmatische Problemlöser waren“, so der Landrat.

Seehars führte noch einmal die Gründe an, weshalb die Entscheidung für den Standort Ursensollen fiel. Vor allem sei er mit der Anbindung an die A 6 verkehrsgünstig gelegen. Zudem sei ausreichen Fläche vorhanden gewesen, um den Campus Realität werden zu lassen. „Der neue Grammer-Campus in Ursensollen ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberpfalz und zugleich mit seiner offenen Architektur ein starkes Symbol für unsere neue Unternehmenskultur“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Zahlen zum Grammer-Campus:
  • Die Büroflächen bieten Platz für bis zu 750 Mitarbeiter
  • Das Areal ist 53 000 Quadratmeter groß
  • Rund 16 500 Quadratmeter an Büroflächen sind entstanden
  • 10 800 Kubikmeter Beton und 1650 Tonnen Stahl sowie 3300 Glasscheiben sind verbaut worden
  • Die Investitionskosten liegen bei über 70 Millionen Euro
  • Das Parkhaus fasst 680 Autos
Stefan Badura (links), Projektleiter des Neubaus, und Vorstandsvorsitzender Thorsten Seehars (Zweiter von links) führten die Gäste – unter anderem Landrat Richard Reisinger – durch die Grammer-Konzernzentrale.
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