Um Kreishandwerksmeister Johann Weber (Ammerthal) scharten sich bei der kombinierten Verbandstagung des Deutschen und Bayerischen Fleischer-Gesellenverbandes in Ursensollen neben Mitgliedern aus ganz Bayern auch viele prominente Vertreter der beiden Verbände in Ursensollen. Allen voran Erich Kauper (Selb), der Vorsitzende des Deutschen Verbandes und Ehrenvorsitzenden des Bayerischen, Präsident Günter Wuttke (Wilmersdorf) und der Vorsitzende des Fleischer-Gehilfenvereins Amberg, Hans Horst (Kümmersbruck/Moos) als Organisator sowie Obermeister Daniel Hirsch.
Die Mitglieder hatten nach dem Vortrag von Erich Kauper eine Entscheidung zu treffen, die weitreichende Bedeutung für den Deutschen Verband hat. Kauper ließ wissen, dass der Bayerische Gesellenverband 1982 wieder ins Leben gerufen worden sei. Damals mit 19 Standorten, heute seien es noch 13 Vereine auf Bayern verteilt mit 1202 Mitgliedern. Von einem dennoch recht regen (bayerischen) Vereinsleben für die Mitglieder berichtete der Vorsitzende aus dem Bayerischen Fleischereigesellenverband.
Personal-Probleme
Der Deutsche Verband wurde laut Kauper im Jahr 2000 wieder gegründet. "Unser bayerischer Verband war auch gefestigt von den Vereinen außerhalb Bayerns." Einige Vereine aus Norddeutschland seien dabei gewesen, die sich dann aber nach und nach wegen Nachwuchsmangels "still und leise aufgelöst haben". Da der deutsche Verband praktisch keine Bedeutung mehr habe, schlug Kauper der Versammlung die Auflösung zum Jahresende vor. Angesichts der geschilderten (Personal-)Probleme stimmte niemand aus der Mitte der Versammlung dagegen. Ende 2020 soll nun die Auflösung des Verbandes vor dem Amtsgericht in Selb abgewickelt werden. Das monetäre Vermögen des aufzulösenden Deutschen Verbandes soll in den Bayerischen Fleischer Gesellenverband übergehen. Den Berichten von Schatzmeister Hubert Gerstacker (München) und Schriftführer Peter Franz (Hammelburg) folgte eine lebhafte Aussprache.














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