10.05.2020 - 13:31 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Freie Wähler wollen im Kreistag mehr hinterfragen

Sie wollen große Projekte im Kreis Amberg-Sulzbach stärker hinterfragen. Das haben die neuen Kreisräte der Freien Wähler in ihrer ersten Fraktionssitzung beschlossen.

Diskussion mit dem notwendigen Sicherheitsabstand. Die Einhaltungen der bayerischen Corona-Regeln haben für die Freie-Wähler-Kreistagsfraktion oberste Priorität, auch bei ihrer ersten Sitzung in Ursensollen.
von Autor ACZProfil

Das Kulturzentrum Kubus in Ursensollen lieferte in Corona-Zeiten dank seiner Größe den perfekten Rahmen für die erste Fraktionssitzung der neugewählten Freie-Wähler-Kreistagsmannschaft. Einigkeit herrschte in der nach der Kommunalwahl zweitstärksten Fraktion im Kreistag nicht nur über die Besetzung der Ausschüsse, sondern vor allem bei der Zielsetzung, große Projekte des Landkreises künftig mehr zu hinterfragen.

Auf den laufenden Haushalt, den Kreiskämmerer Anton Weber vorstellte, hat dies laut einer Pressemitteilung der FW zur Sitzung noch keine Auswirkungen: Corona bedingt hatte der Ferienausschuss das Budget eine Woche vorher bereits völlig korrekt abgesegnet.

Für die Zukunft gelte es nun, noch besser hinzuschauen, war einhelliges Votum. Die wirtschaftlichen Folgen von Corona seien noch nicht abzusehen und würden auch Amberg-Sulzbach mit aller Härte treffen.

Der Auerbacher Kreisrat Herbert Lehner (Mitte), der aus Altersgründen nicht mehr angetreten ist, wurde nach zwölf Jahren im Kreistag von den Freien Wählern in den Ruhestand verabschiedet.

Auch die Stadt Auerbach würdigt Herbert Lehner

Auerbach

Die FW-Kreisräte wollen für eine weiterhin gute Bildungspolitik stehen und tragen auch Projekte wie den Umbau des Berufsschulzentrums in Sulzbach-Rosenberg mit. Warum diese Projekte alle in Sulzbach-Rosenberg sind und Kostensteigerungen in Millionenhöhe ohne mit der Wimper zu zucken hingenommen werden müssten, das will die Kreistagsfraktion in Zukunft stärker hinterfragen und nicht einfach durchwinken.

Das gilt auch für die explosionsartigen Steigerungen der Personalkosten. Eine zu gründende Projektgruppe könnte Abhilfe schaffen, brauche aber Mitarbeit aus dem Landratsamt, war die Meinung der Runde.

Einigkeit herrschte bei der Besetzung der Ausschüsse, die alle einstimmig erfolgten. Einstimmig wurde auch der ehemalige Ursensollener Bürgermeister Franz Mädler als Kandidat für die Wahl zum stellvertretenden Landrat bei der konstituierenden Sitzung des Kreistages vorgeschlagen. Als Fraktionssprecher wurde Peter Dotzler bestätigt. Hans Martin Grötsch wird sich als einer der Stellvertreter in die Fraktionsarbeit der Freien Wähler einbringen. Die Pressearbeit bleibt in den Händen von Kreisrätin Alexandra Sitter.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.