Ursensollen
13.04.2026 - 15:56 Uhr

Grammer macht im ersten Quartal weniger Gewinn und Umsatz als im Vorjahr

Die Ziele für die nächsten Jahre sind ambitioniert: Bis 2028 will Grammer seinen Umsatz von 1,8 auf 2,5 Milliarden Euro steigern. Allerdings: Im ersten Quartal 2026 schrumpft der Umsatz erst einmal. Auch der Gewinn wird kleiner.

Grammer hat im ersten Quartal 2026 weniger Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Archivbild: jut
Grammer hat im ersten Quartal 2026 weniger Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum.

Bis 2028 will der kriselnde Autozulieferer Grammer seinen Jahresumsatz von zuletzt rund 1,8 Milliarden Euro auf rund 2,5 Milliarden Euro steigern – im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres muss der Konzern mit Sitz in Ursensollen allerdings die nächste Umsatzeinbuße hinnehmen. Wie Grammer am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung berichtet, sank der Umsatz in den Monaten Januar bis März 2026 laut vorläufigen Zahlen um rund 25,4 Millionen Euro auf etwa 462 Millionen Euro. Auch der operative Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) sank im ersten Quartal von 23,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 18,3 Millionen Euro im laufenden Jahr. Laut Grammer sei der operative Ebit um positive Währungseffekte in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro bereinigt worden.

Das Ergebnis sei vor allem durch einen Umsatz- und Ergebnisrückgang in den Geschäftsregionen Amerika und Asien belastet worden. „Vor allem das margenstarke Automotive-Geschäft in China verzeichnete eine schwächere Umsatz- und Ergebnisentwicklung, da amerikanische und europäische OEMs weitere Marktanteile an lokale chinesische OEMs verloren“, heißt es in der Grammer-Meldung weiter. In Amerika sei der Umsatzrückgang vor allem auf „das Auslaufen von Plattformen sowie geringere Volumina im Bereich Commercial Vehicles“ zurückzuführen.

Seine im Geschäftsbericht 2025 veröffentlichte Gesamtjahresprognose mit einem Konzernumsatz von rund 1,9 Milliarden Euro und einem operativen Ebit von etwa 80 Millionen Euro bestätigt der Grammer-Vorstand laut Mitteilung weiterhin. Der Ausblick hänge jedoch erheblich von den weiteren geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ab.

Nach schweren Jahren hat sich Grammer zuletzt deutlich optimistischer gezeigt. Vor allem durch Kosteneinsparungen, zu denen auch Hunderte abgebaute Stellen gehören, hat Grammer seine „operative Effizienz“ gesteigert. Bis 2028 soll der Konzernumsatz auf 2,5 Milliarden Euro wachsen. Wachstumstreiber sollen insbesondere das Automobilgeschäft in China sowie neue Projekte in Amerika sein.

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Ursensollen27.03.2026
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